Vectoring: Breiter Protest gegen Vergabe an die Telekom
In einem letzten Versuch haben sich zahlreiche Verbände aus verschiedenen Bereichen nun an Brüssel gewandt, um die Exklusivrechte beim Vectoring-Ausbau für die Telekom doch noch zu verhindern. Dort müssen die von der Bundesnetzagentur genehmigten Pläne immerhin noch einmal geprüft werden.
Etwas überraschend ist dabei die Breite des Bündnisses, das sich gegen die derzeitige Situation stellt. In der Liste findet sich neben den altgedienten Kritikern in Form der Branchenverbände BREKO und VATM, in denen vor allem Konkurrenten der Telekom organisiert sind, auch der Provider-Verband Eco. Hinzu kommen Interessenverbände aus dem ländlichen Raum wie der Deutscher Bauernverband, der Deutsche LandFrauenverband, aber auch der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städtetag und diverse Wirtschafts-Organisationen.
Sie wenden sich gegen die aktuellen Planungen, da diese ihrer Ansicht nach ein neues Monopol auf Seiten der Telekom schaffen. Dies würde demnach dazu führen, dass die Anreize für den Ausbau einer zukunftsfähigen Breitband-Infrastruktur auf Basis von Glasfaser-Anbindungen verzögert und verteuert werde.
Die Telekom will sich nach dem aktuellen Stand gegenüber der Bundesnetzagentur verpflichten, den Ausbau der 8.000 lukrativsten Gebiete in Deutschland in einem Bereich von 550 Metern um alle Hauptverteiler Deutschlands herum vorzunehmen. "Eine damit einhergehende Verpflichtung zum Überbau zahlreicher, bereits bestehender Next Generation Access-Infrastrukturen - insbesondere FTTB/H, also Glasfaser bis ins Haus und in die Wohnung, sowie TV-Breitbandkabel - wäre in Deutschland und in Europa einzigartig und würde dem Infrastrukturwettbewerb großen Schaden zufügen", heißt es in dem Verbändeschreiben.
Sie wenden sich gegen die aktuellen Planungen, da diese ihrer Ansicht nach ein neues Monopol auf Seiten der Telekom schaffen. Dies würde demnach dazu führen, dass die Anreize für den Ausbau einer zukunftsfähigen Breitband-Infrastruktur auf Basis von Glasfaser-Anbindungen verzögert und verteuert werde.
Vectoring behindert Glasfaser-Ausbau
"Der Übergang zur Gigabit-Gesellschaft wird nur im Wettbewerb erreicht und keinesfalls durch neue Technologiemonopole", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Unterzeichner warnen vor den ihrer Ansicht nach entstehenden negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland mit Auswirkungen auf ganz Europa und seine zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Weiterhin rechne man damit, dass durch den so behinderten Wettbewerb der Breitband-Ausbau vor allem auf dem Land keinesfalls beschleunigt werden würde.Die Telekom will sich nach dem aktuellen Stand gegenüber der Bundesnetzagentur verpflichten, den Ausbau der 8.000 lukrativsten Gebiete in Deutschland in einem Bereich von 550 Metern um alle Hauptverteiler Deutschlands herum vorzunehmen. "Eine damit einhergehende Verpflichtung zum Überbau zahlreicher, bereits bestehender Next Generation Access-Infrastrukturen - insbesondere FTTB/H, also Glasfaser bis ins Haus und in die Wohnung, sowie TV-Breitbandkabel - wäre in Deutschland und in Europa einzigartig und würde dem Infrastrukturwettbewerb großen Schaden zufügen", heißt es in dem Verbändeschreiben.
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