Telekom: Kupfer ist Glasfaser und Netzausbau geht bei Regen nicht
Die Deutsche Telekom hat heute Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals veröffentlicht - und hinterlässt bei allen, die weiter auf einen schnelleren Ausbau einer zukunftsfähigen Internet-Infrastruktur hoffen, vor allem ein anhaltendes Stirnrunzeln.
Nimmt man den heute veröffentlichten Geschäftsbericht für bare Münze, schaffte es das Unternehmen mit sinkenden Investitionen in den Netzausbau ein "Rekordwachstum bei Glasfaseranschlüssen in Deutschland" hinzubekommen. Wer nun aber anmerkt, dass er trotzdem immer noch nur Kupfer abbekommt - nun, der hat einfach noch nicht gelernt, wie das Telekom-Management denkt.
Denn dieses sorgt schlicht für Erfolgsmeldungen, indem die Definitionen für die Anschluss-Technologien umgedeutet werden. Bei der Telekom gilt schlicht alles als Glasfaser-Anbindung, bei dem ein Lichtleiter zumindest in der näheren Umgebung zum Einsatz kommt - wie etwa als Backbone-Anschluss des Verteilerkastens. So kommt das Unternehmen nun zu dem Ergebnis, dass es in Deutschland bereits 23,7 Millionen Haushalte mit Glasfaser-Zugängen versorgt - selbst wenn die Nutzer doch nur an einem dünnen Kupferdraht hängen, wie es bei VDSL & Co. der Fall ist.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt her steht die Telekom dabei sehr gut da. Der Umsatz kletterte um 4,7 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Den Nettogewinn konnte das Unternehmen dabei von 787 Millionen Euro auf stolze 3,13 Milliarden Euro ausbauen. Das Wachstum kommt dabei zum wesentlichen Teil von den glänzenden Geschäften der US-Mobilfunktochter. Doch auch hierzulande muss sich der Konzern zumindest keine Sorgen machen, dass die Zurückhaltung beim echten Glasfaser-Ausbau schnell Konsequenzen nach sich zieht. Denn durch die Regelungen zum Vectoring-Ausbau konnte die Telekom ein Stück weit jene Kontrolle über die Infrastruktur zurückerlangen, die sie sich zuvor verstärkt mit der Konkurrenz teilen musste.
Denn dieses sorgt schlicht für Erfolgsmeldungen, indem die Definitionen für die Anschluss-Technologien umgedeutet werden. Bei der Telekom gilt schlicht alles als Glasfaser-Anbindung, bei dem ein Lichtleiter zumindest in der näheren Umgebung zum Einsatz kommt - wie etwa als Backbone-Anschluss des Verteilerkastens. So kommt das Unternehmen nun zu dem Ergebnis, dass es in Deutschland bereits 23,7 Millionen Haushalte mit Glasfaser-Zugängen versorgt - selbst wenn die Nutzer doch nur an einem dünnen Kupferdraht hängen, wie es bei VDSL & Co. der Fall ist.
Besser geht wegen des Wetters nicht
Die Zahl der entsprechenden Anschlüsse sei dabei im Jahresvergleich um rund 4 Millionen gesteigert worden. Etwa 0,9 Milliarden Euro an Investitionen wurden hierfür aufgewandt. Letztlich steckte die Telekom somit 4,3 Prozent weniger Geld in den Netzausbau. Das die Höhe der Ausgaben gesunken sei liegt den Angaben zufolge an dem Problem, dass es zu diesem Jahresbeginn häufiger geregnet hat als im letzten Jahr und dadurch Baumaßnahmen nicht durchgeführt werden konnten.Vom wirtschaftlichen Standpunkt her steht die Telekom dabei sehr gut da. Der Umsatz kletterte um 4,7 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Den Nettogewinn konnte das Unternehmen dabei von 787 Millionen Euro auf stolze 3,13 Milliarden Euro ausbauen. Das Wachstum kommt dabei zum wesentlichen Teil von den glänzenden Geschäften der US-Mobilfunktochter. Doch auch hierzulande muss sich der Konzern zumindest keine Sorgen machen, dass die Zurückhaltung beim echten Glasfaser-Ausbau schnell Konsequenzen nach sich zieht. Denn durch die Regelungen zum Vectoring-Ausbau konnte die Telekom ein Stück weit jene Kontrolle über die Infrastruktur zurückerlangen, die sie sich zuvor verstärkt mit der Konkurrenz teilen musste.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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