USA blockieren Weiterentwicklung des schnellsten Supercomputers
Die chinesische Maschine Tianhe-2 ist weiterhin der schnellste Supercomputer der Welt und das sollte auch noch einige Zeit so bleiben. Doch der weitere Ausbau des Systems wird derzeit von der US-Regierung blockiert und beide Seiten bewerfen sich nun mit Schuldzuweisungen.
Das theoretische Leistungs-Maximum des Rechners liegt aktuell bei 54,9 Petaflops. Damit liegt das System weit vor dem weltweit Zweitplatzierten, dem Titan, einem Supercomputer aus den USA mit 27,1 Petaflops. Für dieses Jahr war ein weiterer Ausbau von Tianhe-2 geplant, womit es der Rechner letztlich als erster Computer überhaupt über die Marke von 100 Petaflops bringen sollte.
Doch das Projekt steht plötzlich in den Sternen, berichtet die ComputerWorld. Fakt ist: Die US-Regierung hat dem weltweit größten Chiphersteller Intel untersagt, weiterhin Xeon-Prozessoren für verschiedene chinesische Supercomputing-Projekte zu liefern. Begründet wird dies mit der Behauptung, die Supercomputer würden auch für die Kernwaffenforschung verwendet, womit Exportbeschränkungen aus der US-Gesetzgebung greifen würden.
Auf der chinesischen Seite hält man das Argument der USA allerdings für vorgeschoben. "Ich glaube, die USA will nicht, dass Tianhe-2 die 100 Petaflops erreicht", so Zhang Yunquan, Informatik-Professor an der chinesischen Akademie der Wissenschaften, der auch die Supercomputing-Strategie des Landes verantwortet.
Seitens des Supercomputing-Zentrums in Guangzhou, von dem der Rechner betrieben und weiterentwickelt wird, wollte man sich zu der Angelegenheit nicht äußern. Klar ist allerdings, dass von dem aktuellen Exportstopp auch andere Projekte betroffen sein werden. Denn eine ganze Reihe von Supercomputing-Projekten in China setzt im Kern auf Intels Xeon-Prozessoren. Zhang rechnet hier kurzfristig mit Verzögerungen, geht aber davon aus, dass die Sache eher dazu führen wird, Chinas Eigenentwicklungen im Chip-Bereich voranzutreiben, um mittelfristig nicht mehr von US-Firmen abhängig zu sein.
Auch in den USA wird im Rahmen verschiedener Projekte an der Entwicklung von Rechnern gearbeitet, die mehr als 100 Petaflops Leistung bringen. Allerdings rechnet niemand damit, dass ein entsprechendes System vor dem Jahr 2017 einsatzfähig sein wird. Der Tianhe-2 hätte also gut zwei Jahre Vorsprung gehabt.
Zum Thema: Tianhe-2: Chinas Supercomputer bereitet große Probleme
Doch das Projekt steht plötzlich in den Sternen, berichtet die ComputerWorld. Fakt ist: Die US-Regierung hat dem weltweit größten Chiphersteller Intel untersagt, weiterhin Xeon-Prozessoren für verschiedene chinesische Supercomputing-Projekte zu liefern. Begründet wird dies mit der Behauptung, die Supercomputer würden auch für die Kernwaffenforschung verwendet, womit Exportbeschränkungen aus der US-Gesetzgebung greifen würden.
Auf der chinesischen Seite hält man das Argument der USA allerdings für vorgeschoben. "Ich glaube, die USA will nicht, dass Tianhe-2 die 100 Petaflops erreicht", so Zhang Yunquan, Informatik-Professor an der chinesischen Akademie der Wissenschaften, der auch die Supercomputing-Strategie des Landes verantwortet.
Seitens des Supercomputing-Zentrums in Guangzhou, von dem der Rechner betrieben und weiterentwickelt wird, wollte man sich zu der Angelegenheit nicht äußern. Klar ist allerdings, dass von dem aktuellen Exportstopp auch andere Projekte betroffen sein werden. Denn eine ganze Reihe von Supercomputing-Projekten in China setzt im Kern auf Intels Xeon-Prozessoren. Zhang rechnet hier kurzfristig mit Verzögerungen, geht aber davon aus, dass die Sache eher dazu führen wird, Chinas Eigenentwicklungen im Chip-Bereich voranzutreiben, um mittelfristig nicht mehr von US-Firmen abhängig zu sein.
Auch in den USA wird im Rahmen verschiedener Projekte an der Entwicklung von Rechnern gearbeitet, die mehr als 100 Petaflops Leistung bringen. Allerdings rechnet niemand damit, dass ein entsprechendes System vor dem Jahr 2017 einsatzfähig sein wird. Der Tianhe-2 hätte also gut zwei Jahre Vorsprung gehabt.
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