Panos Panay: Surface 3 ist Ergebnis der besonderen Microsoft-Kultur
Die gestrige Vorstellung des neuen Microsoft-Tablets Surface 3 wäre in den meisten Unternehmen so wohl nicht möglich gewesen. Doch der Redmonder Software-Konzern dankte dem Abteilungsleiter Panos Panay für sein Engagement bei der Weiterentwicklung des Gerätes mit hoher Loyalität.
Die bisherigen Kritiken zum neuen Tablet sind im Wesentlichen sehr gut. Doch sowohl Microsoft als auch Panay hatten bis dahin einen steinigen Weg zu gehen. Immerhin handelt es sich bereits um das sechste Surface-Tablet, das Microsoft auf den Markt bringt, von denen im Grunde lediglich das Surface Pro 3 ein Erfolg wurde.
Wie der Surface-Chef gegenüber dem US-Wirtschaftssender CNN ausführte, war der schwerste Moment wohl der Sommer 2013. Damals wurde er von Microsofts Finanzchefin Amy Hood zur Seite genommen. Sie erklärte ihm, dass Microsoft gut 900 Millionen Dollar abschreiben müsse, weil sich die Surface-Tablets schlicht nicht verkaufen. "Wenn man solch eine Abschreibung vor sich hat, ist das natürlich demütigend", so Panay. Trotzdem habe das Unternehmen an ihm festgehalten und nicht ein Mal in Frage gestellt, dass er gute Produkte hervorbringen werde.
In den meisten Firmen würden solche Fehlschläge wohl dazu führen, dass der Verantwortliche nicht erneut mit einer solchen Aufgabe betraut wird. Vielleicht gibt es noch eine zweite Chance. Aber Microsofts Unterstützung für Panay war so groß, dass er ein Gerät nach dem anderen bauen konnte, bis sich der Erfolg endlich einstellte. Der Support wurde mit der Zeit sogar stärker und mündete darin, dass Microsoft-Chef Satya Nadella den Aufbau eines hochmodernen Hardware-Designlabors anordnete, in dem Panays Team einen Prototypen nach dem anderen entwickeln konnte. Auch dies war nicht gerade billig.
Panay ist inzwischen zu der Einschätzung gelangt, dass die früheren Misserfolge zu einem guten Teil daran lagen, dass man das Projekt in großer Heimlichkeit entwickelte und den Konkurrenten nicht den kleinsten Hinweis geben wollte. Das führte letztlich aber auch dazu, dass keine potenziellen Kunden nach ihrer Meinung gefragt werden konnten. "Wir gehen mit voller Geschwindigkeit voran - manchmal aber eben in die falsche Richtung", so Panay. Bei Microsoft könne man dies gelegentlich tun. "Wenn du versagst, ist dieses Unternehmen unglaublich. Sie werden dich unterstützen, wenn du bereit bist, aus den Fehlern zu lernen."
Wie der Surface-Chef gegenüber dem US-Wirtschaftssender CNN ausführte, war der schwerste Moment wohl der Sommer 2013. Damals wurde er von Microsofts Finanzchefin Amy Hood zur Seite genommen. Sie erklärte ihm, dass Microsoft gut 900 Millionen Dollar abschreiben müsse, weil sich die Surface-Tablets schlicht nicht verkaufen. "Wenn man solch eine Abschreibung vor sich hat, ist das natürlich demütigend", so Panay. Trotzdem habe das Unternehmen an ihm festgehalten und nicht ein Mal in Frage gestellt, dass er gute Produkte hervorbringen werde.
In den meisten Firmen würden solche Fehlschläge wohl dazu führen, dass der Verantwortliche nicht erneut mit einer solchen Aufgabe betraut wird. Vielleicht gibt es noch eine zweite Chance. Aber Microsofts Unterstützung für Panay war so groß, dass er ein Gerät nach dem anderen bauen konnte, bis sich der Erfolg endlich einstellte. Der Support wurde mit der Zeit sogar stärker und mündete darin, dass Microsoft-Chef Satya Nadella den Aufbau eines hochmodernen Hardware-Designlabors anordnete, in dem Panays Team einen Prototypen nach dem anderen entwickeln konnte. Auch dies war nicht gerade billig.
Endlich die Wende
Doch das Vertrauen in den Surface-Chef zahlte sich letztlich aus. Mit dem Surface Pro 3 kam die Wende. Das Produkt kam bei den Nutzern an und erlaubte es der Marketing-Abteilung sogar, große Sprünge wie ein exklusives Sponsoring in der US-amerikanischen Football-Liga zu wagen. Und auch wenn die Marke noch nicht den Stellenwert von Apples iPad erreicht hat, bescherte sie Microsoft nun doch im vergangenen Quartal einen Umsatz von gut einer Milliarde Dollar. "Was war das für uns alle für ein Abenteuer", führte Panay aus. "Es gab viele Momente in denen wir uns fragten: 'Glauben wir daran?' Und die Antwort war immer ein 'Ja'."Panay ist inzwischen zu der Einschätzung gelangt, dass die früheren Misserfolge zu einem guten Teil daran lagen, dass man das Projekt in großer Heimlichkeit entwickelte und den Konkurrenten nicht den kleinsten Hinweis geben wollte. Das führte letztlich aber auch dazu, dass keine potenziellen Kunden nach ihrer Meinung gefragt werden konnten. "Wir gehen mit voller Geschwindigkeit voran - manchmal aber eben in die falsche Richtung", so Panay. Bei Microsoft könne man dies gelegentlich tun. "Wenn du versagst, ist dieses Unternehmen unglaublich. Sie werden dich unterstützen, wenn du bereit bist, aus den Fehlern zu lernen."
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