Apple Maps: Routenplanung soll zukünftig um Funklöcher herumleiten
Die Entwickler von Apples eigenem Kartendienst sind als erste auf die Idee gekommen, dass Nutzern bei der Bewegung hin zu einem Ziel noch etwas anderes wichtig sein könnte, als ein möglichst kurzer oder schneller Weg. Zukünftig wird für die Routenplanung auch die Mobilfunkabdeckung eine Rolle spielen.
Die beiden Apple-Mitarbeiter Swapnil Dave und Devrim Varolgu haben jetzt ein bereits im August 2012 beantragtes Patent auf ein Verfahren zugesprochen bekommen, das die Verfügbarkeit von Mobilfunksignalen mit in die Berechnung einer Route einfließen lässt, berichtete das US-Magazin GigaOm. Die zuständige Software soll die Anwender also nicht mehr nur um Staus oder Baustellen herumführen, sondern auch verhindern, dass diese unterwegs in ein Funkloch geraten.
Die Methode, die in der Patentschrift beschrieben wird, ist dabei weniger trivial, als sie sich im ersten Moment anhört. Natürlich könnte man schlicht die Standorte von Sendeanlagen und ihre ungefähre Reichweite auf eine Karte legen und so die theoretische Abdeckung ermitteln. Dies genügte den Entwicklern allerdings nicht.
Eine solche Funktion wäre für verschiedene Szenarien durchaus sinnvoll. So könnten beispielsweise Außendienst-Mitarbeiter, die während der Fahrten von Kunde zu Kunde oft auch noch telefonisch ihr weiteres Vorgehen koordinieren müssen, ihre Strecken so planen lassen, dass unterwegs auch sicher keine Telefonate unterbrochen werden. Noch viel wichtiger ist das Feature aber für zukünftige Anwendungen wie selbstfahrende Autos, bei denen der Kontakt zu bestimmten externen Diensten sehr wichtig ist.
Die Methode, die in der Patentschrift beschrieben wird, ist dabei weniger trivial, als sie sich im ersten Moment anhört. Natürlich könnte man schlicht die Standorte von Sendeanlagen und ihre ungefähre Reichweite auf eine Karte legen und so die theoretische Abdeckung ermitteln. Dies genügte den Entwicklern allerdings nicht.
Netzkarte in Echtzeit
Hinter dem Feature sollen Algorithmen stehen, die auch reale Messungen an den bestehenden Anlagen und Statistiken der Netzbetreiber auswerten. Aufgrund der jeweiligen Daten sollen dann Hochrechungen angestellt werden, wie gut die Verbindung zu einem bestimmten Zeitpunkt an jedem Punkt auf einer Karte wirklich ist. Denn die Leistung einer Mobilfunkzelle kann von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden - etwa vom aktuellen Wetter oder der Zahl der Nutzer, die gerade eingebucht sind. So dürften beispielsweise Sendeanlagen, die ein Wohngebiet am Stadtrand abdecken, tagsüber weniger ausgelastet sein als am Abend, wenn die meisten Bewohner wieder von der Arbeit heimgekommen sind.Eine solche Funktion wäre für verschiedene Szenarien durchaus sinnvoll. So könnten beispielsweise Außendienst-Mitarbeiter, die während der Fahrten von Kunde zu Kunde oft auch noch telefonisch ihr weiteres Vorgehen koordinieren müssen, ihre Strecken so planen lassen, dass unterwegs auch sicher keine Telefonate unterbrochen werden. Noch viel wichtiger ist das Feature aber für zukünftige Anwendungen wie selbstfahrende Autos, bei denen der Kontakt zu bestimmten externen Diensten sehr wichtig ist.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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