Warum Microsoft die Nutzungsbedingungen Ende September ändert

Abgeschaffte KI-Assistenten, strenge Update-Regeln und höhere Limits für Punkte-Sammler: Microsoft krempelt den eigenen Servicevertrag um. Cortana verschwindet komplett aus den Texten, während der Konzern Aktualisierungen im Store zur Pflicht macht.
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Mehr Transparenz für Endanwender

Microsoft aktualisiert zum 30. September 2026 seinen den " für Privatnutzer. Das Unternehmen überarbeitet das Dokument regelmäßig, um juristische Formulierungen an aktuelle Produktlinien anzupassen und für mehr Klarheit zu sorgen. Wer nach dem Stichtag einen Onlinedienst oder ein Softwareprodukt des Konzerns nutzt, stimmt den neuen Bedingungen automatisch zu.

Anpassungen der Nutzungsbedingungen sind in der IT-Branche üblich. Sie spiegeln häufig den Lebenszyklus von Software wider: Eingestellte Produkte werden aus diesen rechtlichen Texten entfernt, neue Technologien aufgenommen. Das aktuelle Update umfasst vor allem grammatikalische Korrekturen und die Bereinigung veralteter Dienste. Microsoft Nutzungsbedingungen 2026Microsoft informiert Nutzer über die bevorstehenden Änderungen.

Abschied von alten Bekannten

Microsoft informiert Nutzer jetzt per E-Mail. Wie unter anderem Neowin berichtet, entfernt Microsoft sämtliche Verweise auf den früheren Musikdienst Groove aus der Rubrik für digitale Güter. Groove war als Xbox Music gestartet und sollte mit Spotify konkurrieren, bevor das Angebot eingestellt wurde. Auch der Sprachassistent Cortana wird aus den Dokumenten gestrichen.

Microsoft hatte den Support für Cortana bereits 2024 vollständig beendet. Zugleich rückt künstliche Intelligenz stärker in den Mittelpunkt. Der sperrige Begriff für Erfahrungen mit Copilot-KI wird im neuen Vertrag durch Copilot ersetzt. Damit unterstreicht Microsoft den strategischen Fokus auf den neuen Assistenten, der tief in das Betriebssystem integriert ist.

Neue Regeln für App-Updates

Zudem beschreibt das Dokument die verschiedenen Modelle der Bürosoftware Microsoft 365 genauer. Eine wesentliche Änderung betrifft den Microsoft Store. Microsoft erläutert detaillierter, wie automatische Aktualisierungen im Hintergrund ablaufen. Anwender können Updates künftig offiziell nur noch pausieren, nicht vollständig deaktivieren.

Das System sucht selbstständig nach neuen Versionen, auch wenn Nutzer nicht im Microsoft Store angemeldet sind. Laut Vertrag kann das Verzögern von Aktualisierungen direkte Folgen haben. Bestimmte Anwendungen verweigern möglicherweise den Dienst oder verlieren Funktionen, wenn wichtige Updates fehlen. Damit will Microsoft die Sicherheit der Systeme gewährleisten.


Bei webbasierten Anwendungen wie Word oder Excel behalten sich die Entwickler zudem vor, Aktualisierungen jederzeit und ohne vorherige Zustimmung der Nutzer durchzuführen. Gute Nachrichten gibt es für aktive Nutzer des Bonusprogramms Microsoft Rewards: Microsoft hebt die jährlichen Einlösungsgrenzen für gesammelte Punkte deutlich an.

Damit reagiert der Konzern auf Vielnutzer, die das bisherige Limit von 550.000 Punkten erreicht hatten. Das System belohnt die Nutzung der Suchmaschine Bing. Ab Herbst gilt für konzerneigene Produkte und Dienste eine Obergrenze von 1.550.000 Punkten. Zudem führt Microsoft zwei Stufen für die maximalen Einlösekontingente ein.

Wie bewertet ihr die Vorgaben für automatische Updates im Store? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

Muss ich dem neuen Vertrag zustimmen?
Microsoft macht es den Nutzern hier sehr einfach, denn eine aktive Bestätigung durch einen Klick ist nicht erforderlich. Wie bei früheren Aktualisierungen gilt das Prinzip der stillschweigenden Zustimmung durch Weiternutzung.

Für Ihren Arbeitsalltag bedeutet das: Sobald Sie nach dem Stichtag ein Microsoft-Produkt starten - sei es Windows, eine Office-Anwendung oder ein Online-Dienst -, haben Sie den neuen Bestimmungen automatisch zugestimmt.
Ab wann gelten die neuen MS-Regeln?
Der aktualisierte Microsoft-Servicevertrag tritt am 30. September 2026 in Kraft. Bis einschließlich zum 29. September gelten weiterhin die bisherigen Nutzungsbedingungen für alle Dienste und Produkte.

Wer sich vorab informieren möchte, kann den neuen Vertrag bereits jetzt unter microsoft.com/servicesagreement/upcoming einsehen. Der aktuell noch gültige Vertrag ist unter der regulären URL abrufbar.
Was ändert sich bei App-Updates?
Eine wichtige Änderung für Administratoren und Power-User betrifft den Microsoft Store. Die Option, automatische Updates für Store-Apps komplett zu deaktivieren, wurde aus dem Vertragswerk gestrichen. Künftig lassen sich diese nur noch pausieren.

Microsoft behält sich vor, Updates automatisch im Hintergrund zu prüfen und herunterzuladen. Dies geschieht laut den neuen Bedingungen sogar dann, wenn Sie gar nicht mit einem Konto im Store angemeldet sind.
Was passiert, wenn ich Updates blocke?
Wer Updates durch Workarounds dauerhaft blockiert oder zu lange pausiert, muss mit Einschränkungen rechnen. Microsoft warnt explizit, dass Anwendungen in solchen Fällen möglicherweise nicht mehr verfügbar sind, den Support verlieren oder Funktionen einbüßen.

Zudem heißt es, dass bestimmte Office-Store-Anwendungen, die teilweise online gehostet werden, jederzeit durch die Entwickler aktualisiert werden könnten. Hierfür sei dann keine explizite Erlaubnis des Nutzers mehr erforderlich.
Welche Rolle spielt Copilot künftig?
Die künstliche Intelligenz rückt weiter in den Fokus. Im neuen Vertragswerk wurde der bisherige, etwas sperrige Begriff "Erfahrungen mit Copilot KI" schlicht in "Copilot" umbenannt. Dies unterstreicht die Aufwertung der Funktion.

Für IT-Anwender signalisiert diese Anpassung, dass Copilot nicht länger als experimentelles Feature betrachtet wird. Vielmehr etabliert Microsoft den Assistenten als festen, eigenständigen Bestandteil seines Produkt-Ökosystems.
Betrifft das auch Microsoft 365?
Ja, der Servicevertrag schließt auch die Microsoft-365-Dienste mit ein. Hier gab es vor allem redaktionelle Anpassungen bei den Produktnamen, um die verschiedenen aktuellen Abonnement-Modelle rechtlich korrekt abzubilden.

Für Ihren Arbeitsalltag mit Word, Excel und Co. ergeben sich daraus jedoch keine direkten funktionalen Änderungen. Es handelt sich primär um eine juristische Pflege der Dokumente, um diese an das aktuelle Portfolio anzupassen.
Sind Cortana und Groove nun Geschichte?
Definitiv. Microsoft nutzt das Update für einen Frühjahrsputz bei Altlasten. Der Bereich zu den Cortana-Diensten wurde massiv gekürzt und mit dem Hinweis versehen, dass der Support bereits 2024 offiziell eingestellt wurde.

Auch der längst eingestellte Musikdienst Groove wurde aus dem Abschnitt für digitale Güter entfernt. Angeblich soll der Name durch ein redaktionelles Versehen aber noch an einer anderen Stelle bei den abgedeckten Diensten auftauchen.
Gibt es Neuerungen bei MS Rewards?
Für fleißige Punktesammler gibt es gute Nachrichten: Die Limits für das Einlösen von Microsoft-Rewards-Punkten wurden deutlich angehoben. Bisher lag die Grenze bei 550.000 Punkten pro Kalenderjahr.

Künftig können Nutzer bis zu 1.550.000 Punkte jährlich für Microsoft-eigene Produkte und Dienstleistungen einlösen. Laut Quellen behalte sich Microsoft zudem das Recht vor, nach eigenem Ermessen sogar noch höhere Limits zuzulassen.
Zusammenfassung
  • Der Servicevertrag von Microsoft wird zum 30. September 2026 aktualisiert
  • Veraltete Dienste wie der Musikdienst Groove und Cortana werden gestrichen
  • Der KI-Assistent Copilot rückt rechtlich noch stärker in den Mittelpunkt
  • Automatische Store-Updates lassen sich künftig nur pausieren, nicht stoppen
  • Die Limits für das Einlösen von Rewards-Punkten werden deutlich angehoben

Siehe auch:


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