Solarauto: Deep Orange 17 produziert enormen Strom-Überschuss

Ein neues Konzeptfahrzeug zeigt, wie die Zukunft der Elektromobilität aussehen könnte. Das extrem leichte Solarauto erzeugt im Alltag mehr Strom, als es verbraucht. Dabei sieht es ein wenig aus wie ein geschrumpfter Cybertruck.

Solarauto erzeugt Strom-Überschuss

Ingenieurstudenten der Clemson University haben das 1212 Pfund (etwa 550 Kilogramm) schwere Konzeptfahrzeug Luminetta aka Deep Orange 17 entwickelt. Das im August 2026 vorgestellte Solarauto soll im Alltag mehr Energie erzeugen, als es für den Antrieb benötigt. BMW hatte das Team beauftragt, ein urbanes Fahrzeug mit einem positiven Energiehaushalt zu entwerfen.

Die Außenhülle des zweitürigen Coupés ist mit mehr als 1700 Photovoltaik-Zellen bestückt. Sie laden den Akku während der Fahrt und beim Parken. Für das geringe Gewicht besteht das Chassis aus einem Materialmix: Neben Baustahl zum Schutz der Insassen kommen Aluminium, Kohlefaser und 3D-gedruckte Metallverbindungen zum Einsatz.


Reichweiten-Plus durch clevere Form

Wie die Clemson University bei der Vorstellung zeigte, ist die Aerodynamik des Fahrzeugs der Form eines Kofferfisches nachempfunden. Das Design verringert den Luftwiderstand und bietet zugleich ausreichend Platz im Innenraum. Eine spezielle Konstruktion ermöglicht die Stromerzeugung auch dann, wenn Teile der Karosserie im Schatten liegen. Die Solarzellen wurden dafür eigens optimiert.

Simulationen in verschiedenen Klimazonen, darunter Frankfurt und Mumbai, bestätigten den Angaben zufolge die Effizienz. Bei einer täglichen Pendelstrecke von 20 Kilometern wird demnach genug Sonnenenergie für weitere 50 Kilometer Reichweite gesammelt.

Rekuperatives Bremsen und eine intelligente Drehmomentverteilung unterstützen die Energierückgewinnung. Anders als bei vielen etablierten Fahrzeugen dienen die Solarzellen nicht nur der Stromversorgung im Innenraum, sondern als primäre Energiequelle.

Das Projekt gehört zum Programm Deep Orange, in dem Studenten der Fahrzeugtechnik praxisnah ausgebildet werden. In dem zweijährigen Projekt entwickelten sie das Auto von der ersten Skizze bis zum fahrbereiten Modell. Dabei mussten sie Budgets, Zeitpläne und technische Vorgaben berücksichtigen. Die Erfahrungen sollen sie auf eine Tätigkeit in der Automobilindustrie vorbereiten.

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Forschungsplattform für die Zukunft

Ein Vorteil des Konzepts ist die geringere Abhängigkeit von der Ladeinfrastruktur. Das kastenförmige Design dürfte jedoch nicht jedem Geschmack entsprechen. Das intern als Deep Orange 17 bezeichnete Fahrzeug ist vor allem eine Forschungsplattform. Eine Serienproduktion ist derzeit nicht geplant. Stattdessen soll das Auto 2027 auf der Technikmesse CES einem breiteren Publikum vorgestellt werden.

Im Innenraum bietet der Prototyp unter anderem Apple CarPlay und Android Auto. Damit verbindet er den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Effizienz mit digitalen Komfortfunktionen.

Was meint ihr zu dem Konzept der Luminetta? Würdet ihr das Solarauto im Alltag nutzen oder stört euch das ungewöhnliche Design? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

Ein Auto, das mehr Strom erzeugt?
Der Prototyp "Deep Orange 17", auch Luminetta genannt, ist ein sogenanntes energiepositives Fahrzeug. Entwickelt von der Clemson University und BMW, erzeugt es im städtischen Pendelverkehr tatsächlich mehr Strom, als es verbraucht.

Für technikaffine Nutzer bedeutet dies einen spannenden Paradigmenwechsel: Das Auto wird vom reinen Verbraucher zum mobilen Kraftwerk. Das reduziert die Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur und könnte künftig auch das heimische Smart Grid entlasten.
Wie funktioniert die Solartechnik?
Das Geheimnis liegt in der Karosserie: Über 1700 Photovoltaik-Zellen sind direkt in die Außenhaut des Fahrzeugs integriert. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme entwickelt.

Im Gegensatz zu früheren Ansätzen, bei denen Solarpanels nur Nebenverbraucher speisten, ist die Sonne hier die primäre Energiequelle. Das Fahrzeug sammelt kontinuierlich Strom - egal, ob es fährt oder auf dem Firmenparkplatz in der Sonne steht.
Wie viel Reichweite bringt das?
Simulationen in verschiedenen Klimazonen, darunter Frankfurt und Madrid, zeigten beachtliche Werte. Bei einer täglichen Pendelstrecke von 20 Kilometern erzeugte das Auto genug überschüssige Solarenergie für durchschnittlich 50 weitere Kilometer Reichweite.

Angeblich könnten Nutzer mit kurzen Arbeitswegen das Fahrzeug im Alltag fast völlig autark bewegen. Für IT-Pendler hieße das: Das lästige Kabelanschließen nach Feierabend könnte bei solchen Konzepten künftig komplett entfallen.
Warum ist das Fahrzeug so leicht?
Um energiepositiv zu sein, wurde das Gewicht drastisch reduziert. Der Prototyp wiegt nur 550 Kilogramm - etwa ein Viertel eines üblichen Serienwagens. Erreicht wird dies durch ein Multi-Material-Chassis aus Stahl, Aluminium, Carbon und 3D-gedruckten Metallverbindungen.

Zudem orientiert sich die Aerodynamik an der strömungsgünstigen Form des Kofferfisches. In der IT wissen wir: Effizienter Code spart Rechenleistung. Hier spart extremes Leichtbau-Design wertvolle Energie, wodurch der Solar-Ertrag optimal ausgenutzt wird.
Was passiert bei Schatten oder Regen?
Ein häufiges Vorurteil bei Solarfahrzeugen ist der drastische Leistungsabfall bei Teilverschattung, etwa durch Bäume oder Gebäude. Die hier verbauten Spezialpanels des Fraunhofer-Instituts sollen jedoch so konstruiert sein, dass sie auch bei Schattenwurf weiterhin Strom generieren.

Zusätzlich verlässt sich das Auto nicht nur auf die Sonne. Eine intelligente Drehmomentverteilung und optimierte Rekuperation beim Bremsen sorgen dafür, dass auch an trüben Tagen oder bei Regen maximale Energie in den Akku zurückfließt.
Welche smarte Technik steckt drin?
Trotz des extremen Leichtbaus müssen Fahrer nicht auf digitale Annehmlichkeiten verzichten. Im Innenraum arbeitet ein maßgeschneidertes Human-Machine-Interface (HMI), das Echtzeit-Telemetriedaten des Fahrzeugs übersichtlich aufbereitet.

Für die nahtlose Integration von Smartphones in den Arbeitsalltag werden zudem Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. So bleibt das Fahrzeug nicht nur ein technisches Experiment, sondern bietet den gewohnten digitalen Komfort moderner Serienfahrzeuge.
Kann man dieses Solar-Auto kaufen?
Nein, der Deep Orange 17 wird nicht in Serie gehen. Es handelt sich um ein reines Forschungsprojekt von 16 Masterstudenten der Clemson University, das die Grenzen des technisch Machbaren im Bereich der nachhaltigen Mobilität ausloten sollte.

Dennoch ist das Projekt hochrelevant: Da BMW die Entwicklung finanziert und begleitet hat, ist es gut möglich, dass Erkenntnisse aus diesem Prototyp in zukünftige Serienfahrzeuge einfließen. Die Vision vom energiepositiven Pendeln rückt damit ein Stück näher.
Wo kann man den Prototyp sehen?
Das Fahrzeug verbleibt vorerst am Forschungszentrum der Universität in South Carolina, um als Plattform für weitere Tests im Bereich der nachhaltigen Mobilität zu dienen. Die Forschung an der Hard- und Software geht also weiter.

Wer den innovativen Prototyp live erleben möchte, muss sich noch etwas gedulden: Der Deep Orange 17 soll auf der Consumer Electronics Show (CES) 2027 in Las Vegas erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.
Zusammenfassung
  • Die Clemson University und BMW entwickelten das Solarauto Luminetta
  • Das extrem leichte Konzeptfahrzeug wiegt lediglich rund 550 Kilogramm
  • Über 1700 integrierte Solarzellen laden den Akku beim Fahren und Parken
  • Die aerodynamische Form des Fahrzeugs ist einem Kofferfisch nachempfunden
  • Im Pendelbetrieb wird mehr Energie erzeugt als für den Antrieb nötig ist
  • Das Forschungsfahrzeug soll im Jahr 2027 auf der Messe CES glänzen

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