Smartphone-Krypto: Android soll laut Google bald zu iOS aufschließen
Die kommende Version von Googles Android-Betriebssystem soll ab der kommenden Version standardmäßig dafür sorgen, dass alle Daten auf dem jeweiligen Gerät verschlüsselt sind. Damit würde die Plattform zu dem Sicherheits-Level aufschließen, das Apple gerade mit iOS 8 eingeführt hat.
Die Möglichkeit zur Verschlüsselung sind in Android schon länger vorhanden, konkret seit 2011. Allerdings muss das Feature von den Anwendern erst aktiviert werden, was nur sehr wenige tatsächlich getan haben. In der in Kürze erscheinenden Version Android L werden die Kryptografie-Funktionen dann aber automatisch bei der Einrichtung eines Smartphones oder Tablets aktiviert, so dass die auf dem System gespeicherten Bilder, Videos, Nachrichten und anderen Informationen nur eingesehen werden können, wenn die korrekte Zugangskennung eingegeben wurde.
Sowohl Apple als auch Google setzen bei der Verschlüsselung auf bewährte Verfahren, die auch ausreichend Schutz vor professionellen Angriffen bieten sollen. So betonte nun auch eine Google-Sprecherin, dass das Unternehmen beispielsweise auch Behörden mit einer richterlichen Anordnung nicht weiterhelfen könne, wenn diese Zugang zu einem Mobilgerät haben wollen. Das setzt natürlich voraus, dass der Anwender ein halbwegs starkes Passwort verwendet und die Informationen, die geschützt werden sollen, dann auch nicht in die Cloud synchronisiert.
Mit der Einführung der Standard-Verschlüsselung wollen die Anbieter vor allem auch Vertrauen bei den Nutzern zurückgewinnen. Nachdem im Zuge der Snowden-Veröffentlichungen die Öffentlichkeit zu einem gewissen Grad darauf sensibilisiert wurde, sich gegen Überwachungsmaßnahmen zu schützen, ist die Verfügbarkeit entsprechender Features durchaus zu einem Verkaufsargument geworden.
Bis die Krypto-Features bei Android in voller Breite in der Praxis ankommen, wird es aber wohl deutlich länger dauern als beim Konkurrenten. Denn Apple liefert nicht nur die neuen iPhones mit standardmäßig aktivierter Verschlüsselung aus, sondern bringt diese mit dem aktuellen iOS 8-Update auch schnell auf die meisten älteren Geräte. Durch den fragmentierten Aktualisierungs-Prozess bei Google kann es hingegen Wochen bis Monate dauern, bis auch viele bereits verkaufte Smartphones und Tablets auf Android L aufgerüstet werden.
Sowohl Apple als auch Google setzen bei der Verschlüsselung auf bewährte Verfahren, die auch ausreichend Schutz vor professionellen Angriffen bieten sollen. So betonte nun auch eine Google-Sprecherin, dass das Unternehmen beispielsweise auch Behörden mit einer richterlichen Anordnung nicht weiterhelfen könne, wenn diese Zugang zu einem Mobilgerät haben wollen. Das setzt natürlich voraus, dass der Anwender ein halbwegs starkes Passwort verwendet und die Informationen, die geschützt werden sollen, dann auch nicht in die Cloud synchronisiert.
Mit der Einführung der Standard-Verschlüsselung wollen die Anbieter vor allem auch Vertrauen bei den Nutzern zurückgewinnen. Nachdem im Zuge der Snowden-Veröffentlichungen die Öffentlichkeit zu einem gewissen Grad darauf sensibilisiert wurde, sich gegen Überwachungsmaßnahmen zu schützen, ist die Verfügbarkeit entsprechender Features durchaus zu einem Verkaufsargument geworden.
Bis die Krypto-Features bei Android in voller Breite in der Praxis ankommen, wird es aber wohl deutlich länger dauern als beim Konkurrenten. Denn Apple liefert nicht nur die neuen iPhones mit standardmäßig aktivierter Verschlüsselung aus, sondern bringt diese mit dem aktuellen iOS 8-Update auch schnell auf die meisten älteren Geräte. Durch den fragmentierten Aktualisierungs-Prozess bei Google kann es hingegen Wochen bis Monate dauern, bis auch viele bereits verkaufte Smartphones und Tablets auf Android L aufgerüstet werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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