AMD: Neue Konsolen-Generation bringt einen gewaltigen Schub
Der Chiphersteller AMD konnte im letzten Quartal nicht von den Effekten profitieren, die dem großen Konkurrenten Intel ordentliche Ergebnisse einbrachten. Noch immer kommt das Unternehmen nicht aus der Verlustzone, aber es gibt doch starke Verschiebungen, die Mut machen.
Wie das Unternehmen mitteilte, habe die Computing Solutions-Abteilung, die für das Geschäft mit Prozessoren zuständig ist, einen weiteren Gewinneinbruch verzeichnen müssen. Um 20 Prozent ging es im Jahresvergleich nach unten und am Ende standen 669 Millionen Dollar an Einnahmen in den Büchern. Erfreulich sei hier allerdings, dass die Verkaufszahlen bei Desktop-CPUs zwar weiter sinken, man aber Zuwächse im Notebook-Segment verbuche, so Finanzchef Devinder Kumar.
Da überrascht es dann doch etwa, dass für den Gesamtkonzern ein Zuwachs des Umsatzes um satte 24 Prozent vermeldet werden konnte. 1,44 Milliarden Dollar wurden hier erreicht. Verantwortlich hierfür waren sehr gut laufende Geschäfte mit Grafikprozessoren. Insbesondere die gut laufenden Geschäfte mit der neuen Spielekonsolen-Generation beflügeln das Unternehmen hier außerordentlich.
AMD ist mit seinen GPUs sowohl in Microsofts Xbox One als auch in Sonys Playstation 4 vertreten und verbucht entsprechend satte Absatzzahlen. Die Abteilung Graphics and Visual Solutions konnte ihren Umsatz im Jahresvergleich von 320 Millionen auf 772 Millionen Dollar mehr als verdoppeln.
Im Management des Unternehmens hofft man nun entsprechend darauf, dass Microsoft und Sony ihre Sache gut machen und die Absatzzahlen der Spielekonsolen weiter auf hohem Niveau bleiben. Denn mit dem jetzigen Ergebnis schaffte man es erst, den Nettoverlust des Vorjahres von 74 Millionen Dollar auf 36 Millionen Dollar zu reduzieren. Das Ziel besteht aber natürlich darin, schnell wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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