Suchtgefahr bei Facebook und Instagram:
Die EU fordert neues Design
Die Europäische Union wirft dem Tech-Konzern Meta vor, mit Funktionen auf Plattformen wie Instagram und Facebook gegen Gesetze zu verstoßen. Das Design ziele gezielt auf eine Abhängigkeit der Nutzer ab. Nun drohen empfindliche Strafen.
Besonders im Fokus stehen Funktionen, die Anwender möglichst lange auf den Plattformen halten sollen. Die Kommission kritisiert, dass Meta die Risiken für Minderjährige und anfällige Erwachsene nicht ausreichend geprüft habe. Konkret geht es um personalisierte Empfehlungen sowie das automatische Abspielen von Videos und endloses Scrollen. Das Design versetze das Gehirn in einen Autopiloten und fördere zwanghaftes Verhalten, so die EU.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, fordert die EU-Behörde weitreichende Anpassungen. Meta müsse Funktionen wie Autoplay standardmäßig deaktivieren und das Empfehlungssystem weniger auf eine maximale Nutzungsdauer ausrichten. Zudem seien effektive Pausen für die Bildschirmzeit notwendig.
Die bisherigen Maßnahmen des Unternehmens bewerten die Regulatoren als unzureichend. Die Werkzeuge zum Zeitmanagement ließen sich zu leicht umgehen. Kindersicherungen erforderten zudem viel Zeit und technisches Wissen von den Eltern, um effektiv zu funktionieren. Ähnliche Vorwürfe wegen eines süchtig machenden Designs richteten die Behörden bereits im Februar gegen die Plattform TikTok.
Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eigene Schutzmaßnahmen. Ein Sprecher erklärte laut Reuters, dass die vorläufigen Ergebnisse die Schritte des Unternehmens zum Schutz von Teenagern nicht korrekt berücksichtigen würden. Als positives Beispiel nennt der Konzern die kürzlich eingeführten speziellen Konten für Jugendliche.
Das Kontomodell bietet Eltern die Möglichkeit, den Zugriff auf Instagram in der Nacht zu blockieren und die tägliche Bildschirmzeit auf 15 Minuten zu begrenzen. Meta betonte, man wolle weiterhin konstruktiv mit den EU-Behörden zusammenarbeiten.
Nutzt ihr die Zeitlimits auf Plattformen wie Instagram oder findet ihr das Design gar nicht so problematisch? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
EU bemängelt App-Design
Die Europäische Kommission hat nach einer zweijährigen Untersuchung vorläufig festgestellt, dass der Konzern Meta gegen den Digital Services Act (DSA) verstößt. Das Gesetz verpflichtet große Online-Plattformen zu einem strengeren Umgang mit schädlichen Inhalten. Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, dass die Architektur von Facebook und Instagram die physische und psychische Gesundheit der Anwender gefährde.Besonders im Fokus stehen Funktionen, die Anwender möglichst lange auf den Plattformen halten sollen. Die Kommission kritisiert, dass Meta die Risiken für Minderjährige und anfällige Erwachsene nicht ausreichend geprüft habe. Konkret geht es um personalisierte Empfehlungen sowie das automatische Abspielen von Videos und endloses Scrollen. Das Design versetze das Gehirn in einen Autopiloten und fördere zwanghaftes Verhalten, so die EU.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, fordert die EU-Behörde weitreichende Anpassungen. Meta müsse Funktionen wie Autoplay standardmäßig deaktivieren und das Empfehlungssystem weniger auf eine maximale Nutzungsdauer ausrichten. Zudem seien effektive Pausen für die Bildschirmzeit notwendig.
Die bisherigen Maßnahmen des Unternehmens bewerten die Regulatoren als unzureichend. Die Werkzeuge zum Zeitmanagement ließen sich zu leicht umgehen. Kindersicherungen erforderten zudem viel Zeit und technisches Wissen von den Eltern, um effektiv zu funktionieren. Ähnliche Vorwürfe wegen eines süchtig machenden Designs richteten die Behörden bereits im Februar gegen die Plattform TikTok.
Hohe Strafen sind möglich
Sollte die EU nach der Anhörung von Meta bei ihrer Entscheidung bleiben, drohen dem Technologiekonzern empfindliche Konsequenzen. Das Gesetz sieht bei Verstößen Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. Ausgehend vom Umsatz im Jahr 2025 könnte das Bußgeld bis zu zwölf Milliarden Dollar (etwa 10,5 Milliarden Euro) betragen.Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eigene Schutzmaßnahmen. Ein Sprecher erklärte laut Reuters, dass die vorläufigen Ergebnisse die Schritte des Unternehmens zum Schutz von Teenagern nicht korrekt berücksichtigen würden. Als positives Beispiel nennt der Konzern die kürzlich eingeführten speziellen Konten für Jugendliche.
Das Kontomodell bietet Eltern die Möglichkeit, den Zugriff auf Instagram in der Nacht zu blockieren und die tägliche Bildschirmzeit auf 15 Minuten zu begrenzen. Meta betonte, man wolle weiterhin konstruktiv mit den EU-Behörden zusammenarbeiten.
Nutzt ihr die Zeitlimits auf Plattformen wie Instagram oder findet ihr das Design gar nicht so problematisch? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Die EU wirft Meta vor, gegen den Digital Services Act zu verstoßen
- Das Design von Instagram und Facebook gefährde laut EU die Gesundheit
- Kritisiert werden endloses Scrollen sowie automatische Videowiedergabe
- Die EU-Behörden fordern weitreichende Anpassungen von Meta bei den Apps
- Bei ausbleibenden Änderungen droht Meta ein Bußgeld in Milliardenhöhe
- Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eigene Teenager-Konten
Siehe auch:
- Meta KI-Brille: Neues Update sperrt Kamera bei LED-Manipulation
- Jugendschutz: Meta drohen jetzt sogar Strafzahlungen in Billionenhöhe
- Oh, Überraschung: Zuckerberg gibt zu, dass Metas KI-Agenten mies sind
- Meta (Facebook) will Cloud-Dienstleister à la Azure & AWS werden
- Kritik an Meta: WhatsApp-Nutzernamen sollen Betrug erleichtern
Themen:
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- Super Bowl 2022: Meta schickt Animatronics ins Metaverse
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