Krebs: Samsung entschuldigt sich ohne Schuldeingeständnis
Nach jahrelangen Protesten von Belegschaftsvertretern geht der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung nun ein Stück weit auf seine Arbeiter zu und verspricht im Falle von Krebserkrankungen Verantwortung zu übernehmen.
"Wir bedauern, dass es in dieser heiklen Angelegenheit nicht früher zu einer Lösung gekommen ist und wir wollen nun die Möglichkeit nutzen, uns bei den betroffenen Menschen zu entschuldigen", erklärte Kwon-Oh-hyun, stellvertretender Aufsichtsratschef von Samsung, in einer Stellungnahme des Konzerns. Schon vor sieben Jahren wurde von dem Unternehmen gefordert, sich der Sache anzunehmen, nachdem ein 23-jähriger Arbeiter an Leukämie starb.
Seitdem gab es verschiedene Fälle von Krebserkrankungen bei Beschäftigten, bei denen verschiedene, in den Chipfabriken eingesetzte Chemikalien als Verursacher angenommen werden. Diesen Schluss will das Unternehmen trotz der nun erfolgten Entschuldigung aber weiterhin nicht zulassen, wie der Samsung-Manager erklärte.
Die Zusage, zukünftig selbst auch zur finanziellen Absicherung von betroffenen Beschäftigten beizutragen, wird somit als Wohltätigkeit des Konzerns gegenüber seinen Beschäftigten dargestellt, die nichts mit den Arbeitsbedingungen zu tun hat. Würde Samsung eingestehen, dass Krebserkrankungen eine direkte Folge der Arbeit in der Chipproduktion sind, dürften die darauf hervorgehenden Schadensersatzansprüche immerhin noch deutlich höher ausfallen.
Der nun von Samsung getätigte Schritt erfolgte, nachdem der südkoreanische Oppositionspolitiker Sim Sang-jeung die Regierung und das Unternehmen aufgefordert hatte, endlich in der Sache aktiv zu werden. Vor zwei Jahren hatten Behörden im Fall einer verstorbenen Frau eine direkte Verbindung ihrer Tätigkeit für Samsung gezogen. Diese erlag im Alter von 36 Jahren einer Erkrankung an Brustkrebs. Ein Gutachten kam in dem Fall zu dem Schluss, dass diese ohne den Kontakt mit den in den Chipfabriken eingesetzten Chemikalien sowie Überstunden und Nachtschichten sehr wahrscheinlich nicht in diesem Alter erkrankt wäre.
Seitdem gab es verschiedene Fälle von Krebserkrankungen bei Beschäftigten, bei denen verschiedene, in den Chipfabriken eingesetzte Chemikalien als Verursacher angenommen werden. Diesen Schluss will das Unternehmen trotz der nun erfolgten Entschuldigung aber weiterhin nicht zulassen, wie der Samsung-Manager erklärte.
Die Zusage, zukünftig selbst auch zur finanziellen Absicherung von betroffenen Beschäftigten beizutragen, wird somit als Wohltätigkeit des Konzerns gegenüber seinen Beschäftigten dargestellt, die nichts mit den Arbeitsbedingungen zu tun hat. Würde Samsung eingestehen, dass Krebserkrankungen eine direkte Folge der Arbeit in der Chipproduktion sind, dürften die darauf hervorgehenden Schadensersatzansprüche immerhin noch deutlich höher ausfallen.
Der nun von Samsung getätigte Schritt erfolgte, nachdem der südkoreanische Oppositionspolitiker Sim Sang-jeung die Regierung und das Unternehmen aufgefordert hatte, endlich in der Sache aktiv zu werden. Vor zwei Jahren hatten Behörden im Fall einer verstorbenen Frau eine direkte Verbindung ihrer Tätigkeit für Samsung gezogen. Diese erlag im Alter von 36 Jahren einer Erkrankung an Brustkrebs. Ein Gutachten kam in dem Fall zu dem Schluss, dass diese ohne den Kontakt mit den in den Chipfabriken eingesetzten Chemikalien sowie Überstunden und Nachtschichten sehr wahrscheinlich nicht in diesem Alter erkrankt wäre.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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