Copilot-Super-App: Microsoft vereint nun Chat, Entwicklung und Agenten

Microsoft bündelt seine KI-Funktionen in einer neuen Copilot-"Super-App" für den Arbeitsplatz. Die Software vereint Chat, App-Entwicklung und autonome Agenten in einer Oberfläche. Ziel ist es, Geschäftskunden eine sichere Alternative zu bieten.
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    Neue Copilot-App für den Arbeitsplatz

    Microsoft hat eine überarbeitete Version seiner KI-Assistenz Copilot für den professionellen Einsatz vorgestellt. Die neue Desktop-Anwendung bündelt Chat-Funktionen, Werkzeuge für Entwickler und eigenständige Agenten in einer zentralen Oberfläche. Der Rollout startet in den kommenden Wochen für Teilnehmer des Frontier-Programms. Das Unternehmen zielt mit dem Software-Paket primär auf Geschäftskunden ab. Der Konzern möchte so im Wettbewerb mit anderen KI-Anbietern aufholen.

    Die Anwendung gliedert sich in drei Hauptbereiche: Home, Code und Autopilot. Der Home-Tab dient als zentrale Anlaufstelle und verknüpft klassische Chat-Eingaben mit dem sogenannten Cowork-Agenten. Nutzer greifen hier direkt auf Office-Dokumente aus Word oder Excel zu. Zudem organisieren sie Besprechungen und verwalten E-Mails aus Outlook komfortabel über die neue Oberfläche. Alle Funktionen laufen dabei stets in der geschützten Umgebung des Anbieters ab. Copilot Super AppDie Code-App soll Amateueren das (simple) Programmieren ermöglichen

    KI-Agenten und App-Entwicklung

    Laut The Verge stellt der Code-Bereich eine besondere Erweiterung für normale Büroangestellte dar. Mitarbeiter ohne tiefgehende Programmierkenntnisse können durch simple Textbeschreibungen eigene kleine Anwendungen oder Dashboards entwerfen. Die zugrundeliegende Technik basiert auf GitHub Copilot und wird in einer sicheren, isolierten Umgebung ausgeführt. Das soll auch Anfängern den Einstieg in die Erstellung von nützlichen Werkzeugen erleichtern.


    Der dritte Bereich namens Autopilot fungiert als digitaler Kollege, der völlig selbstständig im Hintergrund arbeitet. Der Agent kann wiederkehrende Aufgaben übernehmen, bestimmte Teams-Kanäle durchgehend überwachen oder komplexe Lieferketten detailliert analysieren. Ein entscheidender Vorteil für Unternehmen ist die tiefe Integration in bereits bestehende IT-Strukturen. Das erleichtert die Einhaltung von strengen Sicherheitsrichtlinien und Datenschutzvorgaben. Copilot Super AppDer Autopilot soll Routine-Aufgaben übernehmen

    Kostenkontrolle und Modellwahl

    Nutzer haben künftig die Möglichkeit, nahtlos zwischen verschiedenen Sprachmodellen der Anbieter OpenAI oder Anthropic zu wechseln. Ein intelligenter Auto-Modus wählt bei Bedarf vollautomatisch das effizienteste Modell für die jeweilige Aufgabe aus. Während die grundlegenden Chat-Funktionen über reguläre Lizenzen abgedeckt sind, rechnet der Konzern die Nutzung der erweiterten Bereiche Code und Autopilot strikt nach dem tatsächlichen Verbrauch ab.

    Das verbrauchsabhängige Abrechnungsmodell bietet den Firmen zwar hohe Flexibilität, erfordert von IT-Abteilungen jedoch eine genaue Überwachung der laufenden Ausgaben. Zudem muss der Konzern beweisen, dass die neuen Funktionen im Arbeitsalltag einen echten Mehrwert liefern. Im Endkundenmarkt hinkt die Software den starken Konkurrenten wie ChatGPT derzeit noch spürbar hinterher. Aus dem Grund liegt der Fokus nun stark auf dem lukrativen Firmenkundengeschäft.

    Wie bewertet ihr die neuen Funktionen für den Arbeitsalltag? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren.

    Zusammenfassung
    • Microsoft hat eine neue Copilot-App speziell für Firmenkunden vorgestellt
    • Die zentrale Desktop-Anwendung unterteilt sich in Home, Code und Autopilot
    • Der Home-Bereich bündelt Chatfunktionen sowie den Zugriff auf Office-Apps
    • Mitarbeiter können über den Code-Tab auch ohne Vorwissen Apps programmieren
    • Der Autopilot übernimmt Routinearbeiten vollkommen autonom im Hintergrund
    • Nutzer können flexibel zwischen Modellen von OpenAI und Anthropic wählen
    • Erweiterte Funktionen werden verbrauchsabhängig mit Unternehmen abgerechnet

    Siehe auch:
    Witold Pryjda

    Senior Redakteur

    Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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