Nokia: Handy-Verkäufe um 30 Prozent eingebrochen

Nokia hat kurz nach dem Abschluss des Verkaufs seiner Gerätesparte an Microsoft seine jüngsten Geschäftszahlen veröffentlicht. Dabei musste das finnische Unternehmen für das erste Quartal 2014 einen Rückgang der Verkaufszahlen von Mobiltelefonen um fast ein Drittel gegenüber dem Vorjahr vermelden.
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Wie Nokia in seinem Quartalsbericht (PDF) verlauten ließ, erzielte man aus dem Vertrieb von Handys und Smartphones Einnahmen in Höhe von 1,929 Milliarden Euro. Im ersten Quartal des Vorjahres waren es noch 2,765 Milliarden Euro, es gab also einen Rückgang um ganze 30 Prozent. Auch im Vergleich zum vierten Quartal 2013 fiel der Rückgang der Einnahmen erheblich aus - es ging um ganze 27 Prozent abwärts.

Schwacher Mobilfunkmarkt, starke Konkurrenz

Nokia führt den erheblichen Rückgang seiner Umsätze aus dem Handygeschäft unter anderem auf stark gesunkene Verkaufszahlen von günstigen Mobiltelefonen zurück. Das Interesse an einfachen Handys sei jüngst deutlich geringer ausgefallen. Dadurch seien auch die Verkaufszahlen deutlich gesunken und gleichzeitig war eine sinkende Marge zu verzeichnen.

Ein gestiegener Konkurrenzkampf sorgte auch bei den sogenannten Smart Devices für Probleme. In dieser Kategorie, zu denen Nokia unter anderem auch die Smartphones der Lumia-Serie mit Windows Phone zählt, gab es ebenfalls einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen und Einnahmen, wobei das Unternehmen keine Aufschlüsselung der Zahlen vornahm.

Trend zu Low-End-Smartphones

Bei Smartphones herrschte im ersten Quartal 2014 ein zunehmend hoher Wettbewerbsdruck, der gerade im unteren Preissegment für erhebliche Einbußen auf der Umsatzseite sorgte. Weil der Markt für günstige Smartphones hart umkämpft sei und die konkurrierenden Plattformanbieter (sprich Android & Apple mit iOS) von einem großen Interesse profitierten, habe Nokia auch eine geringere Nachfrage erlebt. Die gestiegenen Verkaufszahlen bei teureren Smartphones konnten diesen Effekt nicht verhindern, hieß es weiter.

Insgesamt habe man bei Handys und Smartphones gleichermaßen sinkende Durchschnittspreiise verzeichnet, was auch die Gewinnmarge schrumpfen ließ. Der Verlust bei der Gerätesparte stieg durch die schlechten Zahlen erheblich und verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nunmehr 339 Millionen Euro.

Da die Gerätesparte nun aber zu Microsoft gehört, kann Nokia recht optimistisch auf seine finanzielle Zukunft blicken, weil die verbliebenen Geschäftsbereiche weitgehend profitabel arbeiten. Die Redmonder müssen sich nun auf weitere herbe Verluste im Handygeschäft einstellen, denn bis die neue Gerätesparte mit dem Verkauf von Mobiltelefonen Gewinn erzielt, dürfte noch einige Zeit vergehen.
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