Südkoreaner bei Web-Shopping zum IE gezwungen
Es gibt weltweit kein Land, in dem der Internet Explorer auch nur ansatzweise auf eine so hohe Verbreitung kommt wie in Südkorea. Das liegt daran, dass Koreaner gesetzlich verpflichtet sind, beim Online-Shopping den IE zu verwenden.
Es gibt kaum ein so Technik-versessenes Land der Erde wie Südkorea, wo man schon sehr früh alle nur denkbaren Kommunikations-Netze ausgebaut hat. Dadurch ist Korea eines der führenden IT-Länder der Welt. Doch das hat auch einen für manchen sicherlich überraschenden und fast schon kuriosen "Preis": Südkoreaner müssen nämlich den Internet Explorer verwenden, wenn sie im Internet einkaufen, berichtet die US-Tageszeitung Washington Post (via Neowin).
Koreaner, die Chrome, Firefox oder Safari nutzen, bekommen eine Pop-Up-Warnung angezeigt, wenn sie eine entsprechende Shopping-Seite öffnen bzw. dort eine Transaktion durchführen wollen, auch für E-Banking ist der Internet Explorer zwingend.
Das hat zur Folge, dass Südkorea jenes Land ist, das die mit Abstand größte IE-Verbreitung hat, sie liegt bei etwa 75 Prozent. Das geht allerdings nur so lange gut, so lange man auf einem Windows-System unterwegs ist - für OS-X-Rechner wird der Microsoft-Browser hingegen nicht angeboten. Die Washington Post schreibt, dass Mac-Usern (ohne Boot-Camp) nichts anderes übrig bleibt als beispielsweise in Internet-Cafés für derartige Transaktionen zu gehen.
Dieser IE-Zwang, den so mancher als Rückschritt bezeichnen wird, hat allerdings mit Fortschritt zu tun, allerdings muss man für diese Perspektive die Zeit um etwa 14 Jahre zurückdrehen. Denn Ende der 1990er-Jahre war die südkoreanische Regierung eine der Ersten, die ihre Bürger zu Online-Shopping und -Banking bewegen wollte.
Allerdings gab es damals große Sicherheitsbedenken, weshalb die Regierung ihr eigenes Sicherheitssystem, das auf Basis eigener Zertifikate (ausgehend von Name und Sozialversicherungsnummer) arbeitet, entwickelt hat. Dieses erfordert allerdings eine spezielle Komponente: ActiveX, das wiederum nur auf Windows und dem IE zur Verfügung steht.
Die Verantwortlichen beharren auf diesem System (mobile Zahlungen erfordern hingegen eine spezielle Sicherheits-App), Kritiker sind aber überzeugt, dass diese IE-Abhängigkeit den Hackern ihre "Arbeit" letztlich erleichtere, da sie sich nur auf ein System konzentrieren müssen. Die Regierung denkt allerdings nicht daran, den IE-Zwang abzuschaffen, auch weil die Kritiker in der Minderheit sind.
Koreaner, die Chrome, Firefox oder Safari nutzen, bekommen eine Pop-Up-Warnung angezeigt, wenn sie eine entsprechende Shopping-Seite öffnen bzw. dort eine Transaktion durchführen wollen, auch für E-Banking ist der Internet Explorer zwingend.
Das hat zur Folge, dass Südkorea jenes Land ist, das die mit Abstand größte IE-Verbreitung hat, sie liegt bei etwa 75 Prozent. Das geht allerdings nur so lange gut, so lange man auf einem Windows-System unterwegs ist - für OS-X-Rechner wird der Microsoft-Browser hingegen nicht angeboten. Die Washington Post schreibt, dass Mac-Usern (ohne Boot-Camp) nichts anderes übrig bleibt als beispielsweise in Internet-Cafés für derartige Transaktionen zu gehen.
Dieser IE-Zwang, den so mancher als Rückschritt bezeichnen wird, hat allerdings mit Fortschritt zu tun, allerdings muss man für diese Perspektive die Zeit um etwa 14 Jahre zurückdrehen. Denn Ende der 1990er-Jahre war die südkoreanische Regierung eine der Ersten, die ihre Bürger zu Online-Shopping und -Banking bewegen wollte.
Allerdings gab es damals große Sicherheitsbedenken, weshalb die Regierung ihr eigenes Sicherheitssystem, das auf Basis eigener Zertifikate (ausgehend von Name und Sozialversicherungsnummer) arbeitet, entwickelt hat. Dieses erfordert allerdings eine spezielle Komponente: ActiveX, das wiederum nur auf Windows und dem IE zur Verfügung steht.
Die Verantwortlichen beharren auf diesem System (mobile Zahlungen erfordern hingegen eine spezielle Sicherheits-App), Kritiker sind aber überzeugt, dass diese IE-Abhängigkeit den Hackern ihre "Arbeit" letztlich erleichtere, da sie sich nur auf ein System konzentrieren müssen. Die Regierung denkt allerdings nicht daran, den IE-Zwang abzuschaffen, auch weil die Kritiker in der Minderheit sind.
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