Lizenzen & Apps gelöscht:
Microsoft muss fatales Office-Update stoppen

Nutzer von Microsoft Office 2016 und Office 2019 erleben derzeit eine böse Überraschung. Ein fehlerhaftes Update deaktiviert reihenweise Lizenzen oder löscht die Programme teils sogar komplett. Die Verteilung der Aktualisierung wurde nun gestoppt.
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WinFuture/KI-generiert

    Update-Fehler bei Microsoft Office

    Microsoft kommt momentan nicht zur Ruhe. Nach etlichen Schwierigkeiten nach dem September-Patchday hatte zuletzt auch das neueste optionale Update für Windows 11 Bugs mitgebracht. Jetzt ist auch noch eine Aktualisierung für Microsoft-365-Apps fehlerhaft und führt zu teils schwerwiegenden Problemen.

    So kommt es immer wieder zu Lizenzdeaktivierungen bei Office 2016 und Office 2019. Deshalb stoppt Redmond die Verteilung des Updates KB5002907 nun mit sofortiger Wirkung. Der Patch war ursprünglich vorgesehen, um veraltete Installationen von Microsoft 365 auf Windows-Rechnern zu aktualisieren. Stattdessen sorgte das Update weltweit für unerwartete Ausfälle bei den Büropaketen. Betroffen sind sowohl Nutzer der Home- als auch der Business-Editionen der Programme.


    Das als optional deklarierte Paket installierte sich auf zahlreichen Systemen automatisch im Hintergrund. In der Folge meldeten die Programme plötzlich eine fehlende Aktivierung. In schwerwiegenden Fällen verschwanden Apps wie Word und Excel sogar restlos von den Festplatten der Nutzer.

    Ursachen des Fehlers

    Wie Microsoft in den Patchnotes zu KB5002907 mittlerweile bestätigt, wird der Fehler derzeit untersucht. Die Problematik liegt wohl tief im Update-Mechanismus verborgen. Das Paket versucht nicht nur, Programmdateien zu aktualisieren, sondern führt eine komplette Neuinstallation oder Migration durch. Schon früher bereiteten solche tiefgreifenden Eingriffe Schwierigkeiten. Das ist dann der Fall, wenn Altlasten auf den Rechnern vorhanden sind und verschiedene Architekturen vermischt werden.

    Eine derartige Mischung entsteht beispielsweise, wenn ein Programm in der 32-Bit-Fassung neben einer 64-Bit-Laufzeitumgebung für Access-Datenbanken existiert. Da das Setup keine gemischten Ausführungen toleriert, schlägt die Einrichtung fehl und löscht vorhandene Dateien. Das Resultat ist ein Betriebssystem ohne funktionsfähige Bürosoftware.

    Lösungswege für betroffene Nutzer

    Anwender, deren Software lediglich die Lizenzierung verloren hat, können den ursprünglichen Produktschlüssel erneut eingeben. Alternativ hilft eine Anmeldung mit dem verknüpften Konto, um die Aktivierung wiederherzustellen. Ist das Paket aber komplett gelöscht worden, bleibt nur der erneute Download über das offizielle Kundenportal.

    Ein Problem bleibt jedoch die Unsicherheit bei künftigen Aktualisierungen. Der grundlegende Support für Office 2016 und Office 2019 endete offiziell schon im Oktober 2025. Da die genannten Versionen auf einer ähnlichen Basis wie neuere Ausgaben beruhen, erhalten sie weiterhin gelegentliche Updates. Das könnte in Zukunft erneut zu Problemen führen.

    Seid ihr von den verschwundenen Lizenzen und Programmen betroffen oder setzt ihr ohnehin auf ein Microsoft-365-Abo? Teilt eure Erfahrungen zu dem Update-Ärger gerne mit uns in den Kommentaren.

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    Zusammenfassung
    • Microsoft stoppt das fehlerhafte Office-Update KB5002907
    • Der Patch führt zu Lizenzproblemen bei Versionen von Office 2016 und 2019
    • Apps wie Word oder Excel wurden teilweise sogar komplett deinstalliert
    • Ursache ist ein Update-Mechanismus bei gemischten System-Architekturen
    • Betroffene Nutzer können ihren Lizenzschlüssel oft einfach neu eingeben

    Siehe auch:
    Felix Krauth

    Redakteur für Windows & Hardware

    War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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