Microsoft-CEO: Copilot soll zum Betriebssystem für die Arbeit werden
Microsoft treibt die Entwicklung eines KI-Betriebssystems voran. Mit einem umfangreichen Update verschmelzen Office-Anwendungen und neue Funktionen wie Autopilot direkt in Copilot. Das Ziel ist eine zentrale Plattform für den Arbeitsalltag.
Als einen ersten Schritt bündelt der Konzern seine bisherigen Assistenzfunktionen jetzt in einer zentralen Copilot-App. Die Software soll in naher Zukunft als eigenständige Plattform für den Arbeitsalltag fungieren und Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint direkt integrieren.
Wie Microsoft in einem Blog-Beitrag beschreibt, vereint das Update vier Kernbereiche in einer Oberfläche. Neben der direkten Office-Integration bietet der Bereich "Home" eine Kombination aus Chat und Zusammenarbeit. Die Funktion "Code" ermöglicht es Nutzern, durch einfache Textbeschreibungen eigene kleine Programme zu erstellen, ohne dass dafür ein Entwickler nötig wäre. Ergänzt wird das Paket durch "Autopilot", einen dauerhaft im Hintergrund aktiven Agenten für Unternehmenskunden, der eigenständig Routineaufgaben überwacht und ausführt. Zusätzliche Funktionen wie "Today" liefern zudem relevante E-Mails und Termine, ohne dass Anwender danach fragen müssen.
Die Idee eines KI-zentrierten Systems reicht weit zurück. Bereits in den Neunzigerjahren versuchte Microsoft mit dem digitalen Assistenten Clippy, Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Das scheiterte damals an der mangelnden technischen Reife. Nach dem gescheiterten "Project Aion" startet Microsoft mit der neuen Copilot-App nun einen weiteren Versuch eines "agentischen OS" mit künstlicher Intelligenz.
Während die aktuellen Pläne weniger radikal ausfallen als zuvor, zeigt sich dennoch ein Wandel beim Preis. Für rechenintensive Aufgaben plant das Unternehmen ein nutzungsbasiertes Modell, das das bisherige Abonnement für Microsoft 365 ergänzt. Analysten erwarten, dass Firmenkunden künftig etwa 30 Dollar (etwa 26 Euro) pro Nutzer im Monat zusätzlich zahlen müssen. Das neue Bezahlmodell bedeutet aber nicht nur höhere, sondern auch schwerer kalkulierbare Kosten für Unternehmen.
Was meint ihr zu den Plänen für ein KI-Betriebssystem? Teilt eure Gedanken und Bedenken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
KI-Betriebssystem für die Arbeit
Schon Ende 2025 hatte Microsofts Entwicklungs-Chef für ein "agentisches Betriebssystem" geworben, an dem das Unternehmen selbst nach massiver Kritik der Windows-Nutzer festhielt. Anfang Juli war dann ein Video eines OS geleakt worden, das Microsoft Copilot in den Mittelpunkt stellt und intern als "Project Aion" bezeichnet wurde. Zwar ist die Arbeit daran offenbar eingestellt worden, CEO Satya Nadella hat jetzt jedoch die Absicht seines Unternehmens bekräftigt, Copilot als neues OS zu etablieren.Als einen ersten Schritt bündelt der Konzern seine bisherigen Assistenzfunktionen jetzt in einer zentralen Copilot-App. Die Software soll in naher Zukunft als eigenständige Plattform für den Arbeitsalltag fungieren und Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint direkt integrieren.
Der neue Copilot: Microsoft stellt seine neue Super-App vor
Wie Microsoft in einem Blog-Beitrag beschreibt, vereint das Update vier Kernbereiche in einer Oberfläche. Neben der direkten Office-Integration bietet der Bereich "Home" eine Kombination aus Chat und Zusammenarbeit. Die Funktion "Code" ermöglicht es Nutzern, durch einfache Textbeschreibungen eigene kleine Programme zu erstellen, ohne dass dafür ein Entwickler nötig wäre. Ergänzt wird das Paket durch "Autopilot", einen dauerhaft im Hintergrund aktiven Agenten für Unternehmenskunden, der eigenständig Routineaufgaben überwacht und ausführt. Zusätzliche Funktionen wie "Today" liefern zudem relevante E-Mails und Termine, ohne dass Anwender danach fragen müssen.
Neuausrichtung nach Kritik
Dass Microsoft Copilot als neues "Betriebssystem für die Arbeit" betrachtet, hat Microsoft-CEO Satya Nadella jetzt in einem Beitrag auf X erneut bestätigt. Der Manager erklärte dort, dass die Software Modelle, Endgeräte und Aufgaben überspannen werde. Auffällig ist dabei die bewusste Trennung von Windows.Die Idee eines KI-zentrierten Systems reicht weit zurück. Bereits in den Neunzigerjahren versuchte Microsoft mit dem digitalen Assistenten Clippy, Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Das scheiterte damals an der mangelnden technischen Reife. Nach dem gescheiterten "Project Aion" startet Microsoft mit der neuen Copilot-App nun einen weiteren Versuch eines "agentischen OS" mit künstlicher Intelligenz.
Während die aktuellen Pläne weniger radikal ausfallen als zuvor, zeigt sich dennoch ein Wandel beim Preis. Für rechenintensive Aufgaben plant das Unternehmen ein nutzungsbasiertes Modell, das das bisherige Abonnement für Microsoft 365 ergänzt. Analysten erwarten, dass Firmenkunden künftig etwa 30 Dollar (etwa 26 Euro) pro Nutzer im Monat zusätzlich zahlen müssen. Das neue Bezahlmodell bedeutet aber nicht nur höhere, sondern auch schwerer kalkulierbare Kosten für Unternehmen.
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Zusammenfassung
- Microsoft plant Copilot als eigenes Betriebssystem für die Arbeit
- Eine zentrale Copilot-App bündelt künftig Office-Tools und Assistenten
- Vier Kernbereiche wie Home, Code und Autopilot bilden die neue Oberfläche
- Konzernchef Satya Nadella grenzt das KI-System bewusst von Windows ab
- Der Autopilot-Agent soll Firmenkunden bei Routineaufgaben unterstützen
- Zusätzliche nutzungsbasierte Gebühren verteuern die Nutzung für Firmen
Siehe auch:
- Copilot-Super-App: Microsoft vereint nun Chat, Entwicklung und Agenten
- Copilot+ PCs: Microsoft gibt Label für KI-fähige PCs offenbar auf
- Microsoft Copilot verrät Hackern selbst eine eigene Schwachstelle
- 'Personifizierung von Copilot': Microsoft gibt KI-Wölkchen Mico auf
- Windows-11-Update: Copilot-Taste lässt bald Funktion deaktivieren
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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