Microsoft gibt zu: Patchday zerschießt auch Windows-Backup-Funktion

Nach dem September-Patchday häufen sich die Probleme für Nutzer von Windows weiter. Ein weiterer frisch durch Microsoft bestätigter Fehler legt den Dateiversionsverlauf lahm. Betroffene erhalten falsche Fehlermeldungen und können keine Daten mehr sichern.
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WinFuture/KI-generiert

    Backup-Fehler nach Patchday

    Nach dem September-Patchday für Windows 11 hatte Microsoft bereits etliche Bugs offiziell bestätigt. Mittlerweile wurden einige davon mithilfe eines Notfall-Updates sogar schon wieder behoben. Doch kaum sind die Probleme weniger geworden, räumt das Unternehmen aus Redmond weitere Schwierigkeiten mit dem Update ein.

    So legt die Aktualisierung, wie schon seit einiger Zeit von Nutzern berichtet, bei vielen Systemen den Dateiversionsverlauf lahm. Anstatt persönliche Daten zuverlässig auf externen Laufwerken zu sichern, verweigert das Betriebssystem den Dienst. Anwender stehen somit unerwartet ohne funktionierende Datensicherung da, obwohl die Hardware fehlerfrei angeschlossen ist.


    Der Dateiversionsverlauf ist ein etabliertes Werkzeug innerhalb des Betriebssystems. Die Funktion sichert persönliche Dateien automatisch auf separaten Datenträgern oder Netzlaufwerken. Das Feature wurde eingeführt, um Nutzern eine unkomplizierte Wiederherstellung früherer Dateistände zu ermöglichen. Umso ärgerlicher ist der aktuelle Ausfall für Anwender, die sich im Alltag auf den automatisierten Schutz verlassen.

    Fehlalarme und Systemabstürze

    Wie Microsoft in den angepassten Veröffentlichungsnotizen zum Update KB5124008 erklärt, meldet das System nach der Installation oft fälschlicherweise, dass das Sicherungslaufwerk neu verbunden werden müsse. Zudem aktualisiere die Software den Zeitstempel für das letzte Backup nicht mehr. Bei dem Versuch, auf bereits gesicherte Dateien zuzugreifen, erhalten Betroffene oft den Hinweis, dass keine vorherige Version verfügbar sei. Wer tiefer in das System blickt, findet in der Ereignisanzeige von Windows entsprechende Hinweise auf die Ursache.

    Dort protokolliert das Betriebssystem häufig Abstürze der im Hintergrund laufenden Anwendungen. Die Fehlerprotokolle verweisen im aktuellen Fall vor allem auf die Systemdateien Filehistory.exe und Kernelbase.dll. Diese Dateien sind für den reibungslosen Ablauf der Sicherungsprozesse unerlässlich. Ein Ausfall bedeutet, dass der gesamte Speichervorgang abrupt abbricht.

    Sicherheit geht vor Backup

    Von dem Ausfall sind laut den offiziellen Angaben nahezu alle aktuellen Desktop-Varianten von Windows betroffen. Dazu zählen:

    • Windows 11 in den Versionen 26H1 bis 23H2
    • Windows 10 in den Versionen 22H2 und 21H2
    • Windows 10 Enterprise LTSC 2019 und 2016

    Ein kurzfristiger Fix steht aktuell nicht zur Verfügung. Die Entwickler bei Microsoft arbeiten jedoch an einer Korrektur für ein kommendes Update.

    Einige Nutzer behelfen sich in der Zwischenzeit mit der Deinstallation der fehlerhaften September-Updates, um die Backup-Funktion wiederherzustellen. Fachleute raten jedoch dringend davon ab, da die Aktualisierungen viele teils kritische Sicherheitslücken schließen. Wer das Update entfernt, setzt seinen Computer daher einem Risiko aus.

    Anwender sollten stattdessen vorübergehend auf alternative Sicherungsmethoden ausweichen, bis der Fehler behoben ist. Externe Programme oder die einfache manuelle Kopie der wichtigsten Dokumente auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte bieten sich als Zwischenlösung an.

    Nutzt ihr den Dateiversionsverlauf oder setzt ihr auf andere Lösungen für euer Backup? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

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    Zusammenfassung
    • Der September-Patchday sorgt für Bugs beim Windows-Dateiversionsverlauf
    • Die Sicherungsfunktion zeigt Fehlermeldungen und bricht komplett ab
    • Etliche Versionen von Windows 10 sowie Windows 11 sind betroffen
    • Microsoft arbeitet derzeit an einer permanenten Lösung des Problems
    • Von einer Deinstallation des Updates wird aus Sicherheitsgründen abgeraten
    • Betroffene Anwender sollten vorübergehend andere Backup-Tools verwenden

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