Das MacBook Air ohne Retina-Display hat Gründe
Die Vorstellung der neuen MacBook Air-Modelle durch den Computer-Konzern Apple am Montag hat vor allem die Frage aufgeworfen, warum die Geräte nicht auch mit einem Retina-Display ausgestattet sind. Und die Antwort ist simpel.
Es geht schlicht nicht, erklärten Branchenexperten laut einem Bericht des US-Magazins 'CNet'. Zumindest nicht, wenn Apple die Kompaktheit, die Akkuleistung und den Preis auf dem jetzigen Niveau halten will. Würde tatsächlich ein Panel mit entsprechend hoher Auflösung integriert, müsste wohl in allen drei Punkten Abstriche hingenommen werden.
"Apple hat die Akkulaufzeit fast verdoppelt. Das kann man mit einem Retina-Display nicht machen", erklärte Sweta Dash vom Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli. Zumindest nicht sofort. So hat der Hersteller Sharp zwar kürzlich ein 11,6-Zoll-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixeln und damit etwa der doppelten Auflösung des kleinen MacBook Air vorgestellt, dessen Energiebedarf vergleichsweise niedrig ist, doch dieses ist noch gar nicht in größeren Stückzahlen verfügbar.
Um den Stromverbrauch der Panels zu senken, setzen die Hersteller auf eine neue Architektur unter der Verwendung von IGZO (Indium-Gallium-Zink-Oxid). "Diese Technologie hat das Potenzial, hochauflösende Displays mit geringem Energieverbrauch für die Industrie verfügbar zu machen", so Dash. Aber: "Sharp setzt es gerade als erster ein. LG und Samsung erproben es erst."
Und selbst wenn Sharp jetzt schon ausreichend Panels für die MacBook Air-Systeme bereitstellen könnte, würden diese noch recht teuer sein. Erst wenn die Produktion zur Routine geworden ist und in immer größeren Stückzahlen erfolgt, wird der Einkaufspreis nach unten gehen. Auch hier sind also nicht gerade Voraussetzungen zu finden, die eine Integration in Apples Einsteiger-System, dessen günstigste Modelle im dreitstelligen Preisbereich bleiben sollen, möglich machen.
Seitens der Marktforscher geht man davon aus, dass es noch etwas dauern wird, bis Panels mit Apples Vorstellungen von Retina-Auflösung zur Verfügung stehen, die auch beim Preis und beim Energieverbrauch den Anforderungen einer MacBook Air-Komponente entsprechen. Frühestens zum Jahresende, eher im kommenden Jahr, soll es soweit sein.
"Apple hat die Akkulaufzeit fast verdoppelt. Das kann man mit einem Retina-Display nicht machen", erklärte Sweta Dash vom Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli. Zumindest nicht sofort. So hat der Hersteller Sharp zwar kürzlich ein 11,6-Zoll-Panel mit 2.560 x 1.440 Pixeln und damit etwa der doppelten Auflösung des kleinen MacBook Air vorgestellt, dessen Energiebedarf vergleichsweise niedrig ist, doch dieses ist noch gar nicht in größeren Stückzahlen verfügbar.
Um den Stromverbrauch der Panels zu senken, setzen die Hersteller auf eine neue Architektur unter der Verwendung von IGZO (Indium-Gallium-Zink-Oxid). "Diese Technologie hat das Potenzial, hochauflösende Displays mit geringem Energieverbrauch für die Industrie verfügbar zu machen", so Dash. Aber: "Sharp setzt es gerade als erster ein. LG und Samsung erproben es erst."
Und selbst wenn Sharp jetzt schon ausreichend Panels für die MacBook Air-Systeme bereitstellen könnte, würden diese noch recht teuer sein. Erst wenn die Produktion zur Routine geworden ist und in immer größeren Stückzahlen erfolgt, wird der Einkaufspreis nach unten gehen. Auch hier sind also nicht gerade Voraussetzungen zu finden, die eine Integration in Apples Einsteiger-System, dessen günstigste Modelle im dreitstelligen Preisbereich bleiben sollen, möglich machen.
Seitens der Marktforscher geht man davon aus, dass es noch etwas dauern wird, bis Panels mit Apples Vorstellungen von Retina-Auflösung zur Verfügung stehen, die auch beim Preis und beim Energieverbrauch den Anforderungen einer MacBook Air-Komponente entsprechen. Frühestens zum Jahresende, eher im kommenden Jahr, soll es soweit sein.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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