Leipzig: Amazon-Beschäftigte stimmen für Streik
Der Online-Handelskonzern Amazon muss sich damit abfinden, dass seine Beschäftigten in Deutschland jetzt auch für die Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse in den Streik treten wollen.
Wie die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi mitteilte, haben sich ihre 520 Mitglieder unter den Lager-Arbeitern mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. In der jetzt durchgeführten Urabstimmung erklärten 97 Prozent den Willen, ihren Forderungen auf diesem Weg Nachdruck verleihen zu wollen.
Das erklärte Ziel der Gewerkschafter ist es, Amazon zu zwingen, sich dem Tarifvertrag des Versandhandels anzuschließen. "Auch wenn Amazon gerne sagt, dass man bei ihnen vergleichsweise gut verdient, der Vergleich hinkt. Bei allen Versandhändlern, die nach Tarif zahlen, gibt es wesentlich mehr", erklärte die Verdi-Gruppe bei Amazon. Man könne sich hier nicht ständig mit Unternehmen vergleichen, die noch weniger bezahlen. Neben einer Lohnuntergrenze soll es so zukünftig auch Weihnachts- und Urlaubsgeld geben.
Weiterhin will man den Anteil der Festverträge in der Belegschaft steigern. Insgesamt arbeitet nur ein Drittel der Beschäftigten mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und könne so entsprechend längerfristiger die eigene Lebensplanung angehen. Die große Mehrheit weiß hingegen nie, wie lange sie noch einen Job hat. "Wir fordern deshalb klare Zusagen für die Übernahme von Mitarbeitern und Übernahme-Kriterien, die für jeden nachvollziehbar sind", so die Forderung. Befristete Verträge sollen die Ausnahme sein - insbesondere außerhalb der Stoßzeiten wie vor Weihnachten.
Weiterhin wollen sich die Gewerkschafter dafür einsetzen, den enormen Leistungsdruck zu senken. Immer wieder würden Beschäftigte angetrieben, indem ihnen ihre Stückzahlen vorgehalten werden. Dabei sei es nur logisch, dass es immer Mitarbeiter geben muss, die unter dem Durchschnitt liegen. Die jetzige Praxis sorge insbesondere durch die in der Regel befristeten Arbeitsverträge für eine hohe Belastung.
Im Amazon-Management soll die Bereitschaft zu Tarifverhandlungen bisher nicht vorhanden gewesen sein. Um dies zu ändern, wollen die Beschäftigten jetzt mit den konkreten Streik-Vorbereitungen beginnen.
Das erklärte Ziel der Gewerkschafter ist es, Amazon zu zwingen, sich dem Tarifvertrag des Versandhandels anzuschließen. "Auch wenn Amazon gerne sagt, dass man bei ihnen vergleichsweise gut verdient, der Vergleich hinkt. Bei allen Versandhändlern, die nach Tarif zahlen, gibt es wesentlich mehr", erklärte die Verdi-Gruppe bei Amazon. Man könne sich hier nicht ständig mit Unternehmen vergleichen, die noch weniger bezahlen. Neben einer Lohnuntergrenze soll es so zukünftig auch Weihnachts- und Urlaubsgeld geben.
Weiterhin will man den Anteil der Festverträge in der Belegschaft steigern. Insgesamt arbeitet nur ein Drittel der Beschäftigten mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und könne so entsprechend längerfristiger die eigene Lebensplanung angehen. Die große Mehrheit weiß hingegen nie, wie lange sie noch einen Job hat. "Wir fordern deshalb klare Zusagen für die Übernahme von Mitarbeitern und Übernahme-Kriterien, die für jeden nachvollziehbar sind", so die Forderung. Befristete Verträge sollen die Ausnahme sein - insbesondere außerhalb der Stoßzeiten wie vor Weihnachten.
Weiterhin wollen sich die Gewerkschafter dafür einsetzen, den enormen Leistungsdruck zu senken. Immer wieder würden Beschäftigte angetrieben, indem ihnen ihre Stückzahlen vorgehalten werden. Dabei sei es nur logisch, dass es immer Mitarbeiter geben muss, die unter dem Durchschnitt liegen. Die jetzige Praxis sorge insbesondere durch die in der Regel befristeten Arbeitsverträge für eine hohe Belastung.
Im Amazon-Management soll die Bereitschaft zu Tarifverhandlungen bisher nicht vorhanden gewesen sein. Um dies zu ändern, wollen die Beschäftigten jetzt mit den konkreten Streik-Vorbereitungen beginnen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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