Mini-PCs & All-In-Ones:
Qualcomm will ARM-CPUs in Desktops bringen

Geht es nach Qualcomm, werden wir bald viele neue PCs mit seinen Snapdragon-X2-Prozessoren sehen. Neben Laptops sollen die ARM-Chips zunehmend auch in All-In-One-PCs, Mini-PCs und kompakten Desktops verbaut werden.
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Dell / ARM / WinFuture
    Qualcomm hat anlässlich des Snapdragon Summits verlauten lassen, dass man in den kommenden Monaten verstärkt in den PC-Markt vordrängen will. In einem Interview erklärte Kedar Kondap, der als Senior Vice President und General Manager für die Computing- und Gaming-Sparte von Qualcomm verantwortlich ist, dass das Chip-Angebot des Unternehmens dafür entsprechend erweitert wurde.

    Mehr Formfaktoren & Betriebssysteme

    Man habe die Prozessoren der Snapdragon X Elite, X Plus, X2 Elite, X2 Plus und mittlerweile auch den Snapdragon C eingeführt, um die gesamte Breite des PC-Marktes abzudecken. Neben Notebooks soll das Produktportfolio deshalb möglichst rasch auch auf andere Geräteformen wie All-In-One-PCs, 2-in-1-Devices und Mini-PCs erweitert werden, so Kondap im Gespräch mit TechNews Taiwan.


    Teil dieser Strategie ist auch, dass man die Unterstützung für weitere Betriebssysteme neben Windows stetig ausbaut, so Kondap. Im Zuge des Snapdragon Summits hatte Qualcomm zusammen mit Dell und HP zum Beispiel die ersten Googlebooks präsentiert, in denen Snapdragon-SoCs zum Einsatz kommen.

    Offizieller Linux-Support ab Ende 2026

    Hinzu kommt, dass man eine offizielle Unterstützung für Linux auf Snapdragon-X-basierten Geräten verkündete, aufgrund der noch in diesem Jahr eine Debian-Variante für Snapdragon-basierte ARM-PCs erscheinen soll. Inwiefern die Kooperationen mit Google und Debian letztlich zu steigenden Marktanteilen führen können, bleibt dennoch abzuwarten.

    Als wichtigste Faktoren im PC-Markt sieht Qualcomm nach Angaben von Kondap die Akkulaufzeit bei mobilen Geräten, die tatsächliche Performance bei gleichzeitig hoher Effizienz und inzwischen auch die KI-Fähigkeiten der jeweiligen Chips.

    Um im Markt besser mithalten zu können, setzt Qualcomm laut Kondap auch auf eine schnellere Speicheranbindung und optimierte Cache-Systeme für seine Plattformen. Beim Snapdragon X2 Elite Extreme werden deshalb inzwischen 12 DDR-Channel unterstützt, während sich die Speicherbandbreite bei den günstigeren Chips abstuft.

    Um weitere Verkäufe an Endkunden zu erzielen, will Qualcomm auch dafür sorgen, dass man besser vermittelt, wie die Nutzer von lokalen KI-Fähigkeiten der Snapdragon-Chips profitieren können. Außerdem will man verstärkt in den Enterprise- und Commercial-Markt vordringen, da der Markt für privat genutzte Client-PCs zuletzt an seine Grenzen stieß.

    Zusammenfassung
    • Qualcomm plant den verstärkten Ausbau seiner Marktanteile im PC-Bereich
    • Neue Chips bedienen künftig Mini-PCs, All-in-One-Geräte sowie Notebooks
    • Neben Windows werden bald auch Linux und Googles Plattformen unterstützt
    • Akkulaufzeit, hohe Effizienz und lokale KI gelten als Kernkompetenzen
    • Der Fokus richtet sich künftig verstärkt auf Kunden im Enterprise-Sektor

    Siehe auch:
    Roland Quandt

    Redakteur für Smartphones & Leaks

    Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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