Google will erstes (Mini-)Rechenzentrum auf Satellit ins All schießen
Schon in der nächsten Woche soll das erste "Rechenzentrum" an Bord eines Satelliten in die untere Erdumlaufbahn gebracht werden. Google plant dann, im Zuge seines "Project Suncatcher" ein mit nur vier TPUs ausgerüstetes Testsystem zu erproben.
So wird der "MVP" genannte Satellit von Google, welcher in etwa die Größe eines Kühlschranks haben soll, zunächst nur vier KI-Beschleuniger in Form von Tensor Processing Units (TPUs) an Bord haben, die dazu verwendet werden, Sprachmodelle zu trainieren und Inferenzaufgaben zu erledigen, heißt es in einem Blog-Eintrag.
Bei den Tests will man auch herausfinden, welche Auswirkungen der Betrieb im Weltall auf die Hardware hat. So kommen die gleichen TPUs zum Einsatz, die Google auch in seinen irdischen Rechenzentren verwendet. Chips werden im All jedoch erheblich stärkeren Belastungen ausgesetzt, die durch Strahlung und extreme Temperaturen entstehen. Hinzu kommen Vibrationen und Beschleunigungskräfte während des Raketenstarts.
Neben Google verfolgen unter anderem auch Elon Musk und SpaceX sowie die Raumfahrtfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos Pläne, KI-Rechenzentren an Bord von Satelliten zu betreiben. Die Idee wird immer wieder als vollkommen utopisch kritisiert.
Dennoch hatte Google seine Pläne für erste Tests zuletzt beschleunigt. Ursprünglich sollten erst 2027 zwei von dem Start-up-Unternehmen Planet Labs gelieferte Satelliten zu Testzwecken starten. Jetzt erfolgt der erste Test jedoch schon früher an Bord eines modifizierten Satelliten des gleichen Herstellers.
Siehe auch:
Satellit 'MVP' soll am 1. Oktober starten
Googles "Project Suncatcher" erreicht in Kürze wohl seinen ersten Meilenstein. Am 1. Oktober 2026 soll eine Art Mini-Rechenzentrum zu Testzwecken ins All gebracht werden, mit dem Google den Betrieb von Servern an Bord von Satelliten in der Erdumlaufbahn erproben möchte. Noch erfolgen die Tests in einem vergleichsweise kleinen Maßstab.So wird der "MVP" genannte Satellit von Google, welcher in etwa die Größe eines Kühlschranks haben soll, zunächst nur vier KI-Beschleuniger in Form von Tensor Processing Units (TPUs) an Bord haben, die dazu verwendet werden, Sprachmodelle zu trainieren und Inferenzaufgaben zu erledigen, heißt es in einem Blog-Eintrag.
TPUs arbeiten jeweils nur 15 Minuten
Der Satellit wird mit Solarpanels ausgerüstet sein, die nur rund 1000 Watt nutzbare Leistung liefern, was die mögliche Leistungsaufnahme stark begrenzt. Hinzu kommt, dass die Kühlung ein massives Problem darstellt. Aktuell ist vorgesehen, dass die TPUs jeweils nur für eine Dauer von 15 Minuten arbeiten sollen, bevor die Abschaltung erfolgen muss, um die Abführung der im Betrieb entstandenen Hitze über Radiatoren abzuwarten.Bei den Tests will man auch herausfinden, welche Auswirkungen der Betrieb im Weltall auf die Hardware hat. So kommen die gleichen TPUs zum Einsatz, die Google auch in seinen irdischen Rechenzentren verwendet. Chips werden im All jedoch erheblich stärkeren Belastungen ausgesetzt, die durch Strahlung und extreme Temperaturen entstehen. Hinzu kommen Vibrationen und Beschleunigungskräfte während des Raketenstarts.
Google prescht trotz Zweifeln vor
Zunächst wird der MVP-Satellit deshalb nur einige Monate in Betrieb bleiben. Die Reise ins All erfolgt im Rahmen einer Transport-18 genannten Mission an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX. Langfristig sollen zahlreiche größere Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht werden, die dann über Laser schnelle Verbindungen untereinander aufbauen können, um den Datenaustausch zu ermöglichen.Neben Google verfolgen unter anderem auch Elon Musk und SpaceX sowie die Raumfahrtfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos Pläne, KI-Rechenzentren an Bord von Satelliten zu betreiben. Die Idee wird immer wieder als vollkommen utopisch kritisiert.
Dennoch hatte Google seine Pläne für erste Tests zuletzt beschleunigt. Ursprünglich sollten erst 2027 zwei von dem Start-up-Unternehmen Planet Labs gelieferte Satelliten zu Testzwecken starten. Jetzt erfolgt der erste Test jedoch schon früher an Bord eines modifizierten Satelliten des gleichen Herstellers.
Zusammenfassung
- Google plant für Oktober 2026 den Start eines Test-Satelliten im All
- Der kühlschrankgroße MVP-Satellit trägt vier TPU-KI-Beschleuniger
- Wegen Hitze und wenig Strom laufen die TPUs je nur 15 Minuten lang
- Erforscht werden die Auswirkungen von Strahlung und Hitze im Orbit
- Der Start ins All erfolgt an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX
- Auch Blue Origin und Elon Musk verfolgen Pläne für KI im Weltraum
Siehe auch:
- Project Sunrise: Blue Origin plant 51600 KI-Satelliten ins All zu schießen
- Elon Musk plant Mond-Katapult für KI-Satelliten und Alien-Suche
- KI-Rechenzentren in Satelliten im All? Amazon hält Idee für Humbug
- Musk macht Ernst: SpaceX kauft xAI, um KI-Satelliten ins All zu bringen
- "Suncatcher": Google will ab 2027 Satelliten zu KI-Rechnern machen
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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