Harlem Shake: Künstler gehen gegen Meme vor

Der 30-Sekunden-Ausschnitt aus dem Dance-Song "Harlem Shake" hat sich längst samt den dazugehörigen Videos zum weltweiten Internet-Phänomen entwickelt. Nun meldeten sich zwei Künstler, die darauf zu hören sind, zu Wort.
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Youtube
Das Harlem-Shake-Meme hat sich via YouTube wie ein Lauffeuer verbreitet, es existieren inzwischen schier unzählige Versionen des Videos, bei dem die Beteiligten nach 15 Sekunden wild zuckend tanzen oder auf vergleichbare Weise ausflippen.

"Harlem Shake" von DJ Baauer (bürgerlich: Harry Bauer Rodrigues) war allerdings nie als internationaler Hit gedacht, entsprechend ist der Song, der beim kleinen Label Mad Decent bzw. dessen Ableger "Jeffrees" erschienen ist, urheberrechtlich nicht vollständig abgedeckt. Wie 'The Verge' unter Berufung auf eine Story der 'New York Times' (NYT) berichtet, ist es bei kleinen Dance-Plattenfirmen durchaus üblich, eingesetzte Samples rechtlich nicht hieb und stichfest abzusichern, da man schlichtweg nicht die Mittel dazu hat.


Da sich aber "Harlem Shake" dank des (Video-)Memes zu einem Riesenhit entwickelt hat (mit weltweit rund einer Million Downloads), haben sich nun jene zwei Sänger bzw. Rapper gemeldet, die darin zu hören sind. Wie die NYT schreibt, wollen Reggaetón-Sänger Hector "El Father" Delgado und Jayson Musson, MC aus Philadelphia, nun Tantiemen.

Delgado ist mit den Worten "con los terroristas" zu hören, Mussun ist derjenige, der mit dem Satz "Do the Harlem Shake" für den Titel des Songs verantwortlich ist. Beide sind von Dritten darauf aufmerksam gemacht worden, dass ihre Stimmen in dem 30-Sekunden-Ausschnitt zu hören sind. Laut Delgados (ehemaligen) Manager Javier Gómez sei dies ein "klarer Verstoß gegen Urheberrechte", er droht, den Song notfalls zu stoppen.

Musson bezeichnete die Verhandlungen mit Mad Decent als produktiv, das kleine Plattenlabel sei "mehr als kooperativ" gewesen, im Fall von Delgado sind dagegen bereits Anwälte am Werk, man hofft aber dennoch, die Sache außergerichtlich lösen zu können.

Siehe auch: Harlem Shake - Australische Bergarbeiter entlassen
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