Russland: Meme-Bildchen über Prominente sollen verschwinden
In Russland wird die Veröffentlichung der Fotos von Prominenten nun untersagt, wenn dies in einem Zusammenhang geschieht, der nichts mit ihrer eigentlichen Persönlichkeit zu tun hat. Davon dürften vor allem die zahlreichen satirischen Meme-Bilder betroffen sein.
Das ist zumindest vor dem Hintergrund der Angelegenheit zu erwarten. Alles begann damit, dass der Sänger Waleri Sjutkin einen Prozess gegen ein Image-Board gewann. Die Sache drehte sich um ein Foto des Klägers, auf dem diesem im gewohnten Stil frauenverachtende Worte in den Mund gelegt wurden. Für den Sänger war dies durchaus unerfreulich, da seine Popularität vor allem auf mehr oder weniger romantischen bis kitschigen Liedern für ein weibliches Publikum beruht.
In Folge des Urteils kündigte die Behörde Roskomnadzor, die in Russland für die Medienaufsicht zuständig ist, nun an, auch gegen entsprechende Inhalte vorzugehen, die andere Personen betreffen, die in der Öffentlichkeit stehen. Immerhin ein Detail dürfte den Freunden der Meme-Bildchen dabei zum Vorteil gereichen: Die Behörde will nach eigenen Angaben nur dann aktiv werden, wenn der Abgebildete selbst Beschwerde einreicht.
Aktuell ist noch nicht abzusehen, welche Folgen die Ankündigung haben wird. Untersuchungen der Meme-Kultur haben allerdings ergeben, dass etwa ein Drittel der bekannten Bilder sich mit konkreten Personen auseinandersetzt. In Russland dürfte Staatschef Vladimir Putin derzeit wohl der am häufigsten gezeigte Mensch sein.
In erster Linie dürften Image Boards wie 4Chan und Blogging-Tools wie Tumblr von der Regelung betroffen sein. Da diese in den USA ansässig sind und wohl kaum Fotos auf Zuruf aus Russland löschen werden, dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis diese aus dem Land nicht mehr abrufbar sein werden.
In Folge des Urteils kündigte die Behörde Roskomnadzor, die in Russland für die Medienaufsicht zuständig ist, nun an, auch gegen entsprechende Inhalte vorzugehen, die andere Personen betreffen, die in der Öffentlichkeit stehen. Immerhin ein Detail dürfte den Freunden der Meme-Bildchen dabei zum Vorteil gereichen: Die Behörde will nach eigenen Angaben nur dann aktiv werden, wenn der Abgebildete selbst Beschwerde einreicht.
Seiten-Sperrungen möglich
Auf jeden Fall aber könnten Prominente zukünftig von Roskomnadzor erwarten, dass gegen entsprechende Bilder vorgegangen wird. Die Behörde will sich dann dafür einsetzen, dass die jeweiligen Betreiber der Plattform, auf der die Fotos veröffentlicht wurden, die fraglichen Inhalte löschen. Sollte es sich um ein ausländisches Angebot handelt, kann auch eine Sperrung der jeweiligen Seite in Betracht gezogen werden.Aktuell ist noch nicht abzusehen, welche Folgen die Ankündigung haben wird. Untersuchungen der Meme-Kultur haben allerdings ergeben, dass etwa ein Drittel der bekannten Bilder sich mit konkreten Personen auseinandersetzt. In Russland dürfte Staatschef Vladimir Putin derzeit wohl der am häufigsten gezeigte Mensch sein.
In erster Linie dürften Image Boards wie 4Chan und Blogging-Tools wie Tumblr von der Regelung betroffen sein. Da diese in den USA ansässig sind und wohl kaum Fotos auf Zuruf aus Russland löschen werden, dürfte es eine Frage der Zeit sein, bis diese aus dem Land nicht mehr abrufbar sein werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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