Diablo 3: Tausende Spieler wegen Bots gesperrt

Der Entwickler Blizzard hat etliche Diablo-3-Spieler aus dem Hack'n'Slay-Game bzw. dem eigenen Netzwerk Battle.net verbannt, da diese Bot-Programme verwendet haben. Der Einsatz derartiger "Hilfsmittel" ist streng verboten.
Online-Rollenspiel, Videospiel, Diablo 3
Blizzard
Wie Community Manager Lylirra in einem 'Beitrag' im offiziellen Diablo-3-Forum schreibt, habe Blizzard "mehreren tausend Spielern" die Battle.net-Konten gesperrt und ihnen so den Zugang zum im Mai dieses Jahres gestarteten Spiel entzogen. Da Diablo 3 einen Online-Zwang mitbringt und das Spiel mit einem Battle.net-Konto verknüpft werden muss, ist der Zugang für die Schummler nun komplett weg.


Wie viele Spieler es genau waren, schreibt Blizzard allerdings nicht. In der Mitteilung im Forum heißt es, dass Cheater, die Bots einsetzen oder auf sonstige Hacks zurückgreifen, nicht nur gegen die Gebote des Fair-Plays verstoßen, sondern das Spiel auch technisch destabilisieren, da die Battle.net-Performance darunter leiden kann.

Die Community begrüßte den Schritt, kritisierte aber gleichzeitig, dass dieser mehrere Monate zu spät komme. Grund für die Unzufriedenheit vieler Noch-Spieler ist die Tatsache, dass die Ingame-Wirtschaft durch den Einsatz derartiger Programme längst destabilisiert sei und ehrliche Nutzer das Nachsehen haben. Blizzard betont jedoch, dass man seit dem Start von Diablo 3 immer wieder derartige Schummler sperre, dies aber erst jetzt bzw. im Zuge der aktuellen Verbannungs-Welle öffentlich gemacht habe.

Das Unternehmen ruft die ehrlichen Diablo-3-Nutzer zudem auf, auffälliges Verhalten wie Bots zu melden. Derzeit ist es nicht möglich, das direkt aus dem Spiel zu tun, im aktuellen Forumsbeitrag heißt es aber, dass man das im Rahmen eines künftigen Patches nachreichen werde.

Bei so genannten Bots handelt es sich um Programme bzw. Erweiterungen, die eine Spielfigur steuern, ohne dass man selbst vor dem Rechner sitzen muss. Meist haben solche Bots den Hintergrund der Item-Jagd, dabei suchen die Programme eigenständig nach Waffen und anderen Gegenständen, diese werden dann im Rahmen des Auktionshauses (auch gegen echtes Geld) verkauft.
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