Philips soll vor Zerschlagung gerettet werden
Dem niederländischen Elektronikkonzern Philips droht die Zerschlagung. Das will der neue Konzernchef Frans van Houten mit Regionalisierung und einem radikalen Sparprogramm verhindern, berichtet das Wirtschaftsmagazin 'Capital' in seiner kommenden Ausgabe.
"Um unsere Innovationen richtig zu verwerten, müssen wir regionaler werden - müssen unsere dortigen Teams tun lassen, was in den jeweiligen Märkten gut ist", sagte der Niederländer im Interview mit dem Magazin. "Wenn wir zu langsam sind, werden wir die Chancen, die uns der Markt bietet, nicht nutzen. Dann schnappen uns die Koreaner die Beute weg."
Gelinge das Philips nicht, könne der Konzern tatsächlich aufgespalten oder geschluckt werden, warnte Van Houten, der seit März 2011 Vorstandschef ist. "Ein Unternehmen, das längere Zeit schwache Leistungen bringt, braucht sich nicht wundern, wenn aktivistische Aktionäre und Hedge-Fonds auf den Plan treten. Oder Wettbewerber, die sagen: Wir können mehr draus machen als ihr."
Mit Erfindungen wie der Audio-Kasette, dem Video-Rekorder oder der CD gehörte Philips einst zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Doch seit der Jahrtausendwende hat sich der Konzern aus verschiedenen Märkten zurück gezogen: Der Umsatz ist von 38 Milliarden Euro auf unter 23 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gefallen, viele Teile des Unternehmens und deren Patente wurden verkauft. 2011 kam Philips auf einen Verlust von fast 1,3 Milliarden Euro.
Um wieder profitabel zu werden, plant van Houten eine tiefgreifende Änderung der Ausgabenstruktur. Gegenüber der 'Capital' kündigte der 51-Jährige an, er werde in den kommenden zwei Jahren 800 Millionen Euro Verwaltungskosten einsparen. Einen Teil des Geldes soll in Forschung und Entwicklung fließen. "Wir streben sieben Prozent des Umsatzes an. Das ist ein Prozentpunkt mehr als jetzt. Und damit ein Prozentpunkt weniger Marge - obwohl wir nicht ausreichend rentabel sind", sagte van Houten.
Eine Zerschlagung des Traditionsunternehmens lehnt Frans van Houten entschieden ab. Ein neu aufgestellter Konzern mit moderner Unternehmenskultur biete zahlreiche Synergien, über die einzelne Geschäftsbereiche allein nicht verfügen könnten. "Es gibt genug, was uns zusammenhält", betonte der Philips-Chef.
Gelinge das Philips nicht, könne der Konzern tatsächlich aufgespalten oder geschluckt werden, warnte Van Houten, der seit März 2011 Vorstandschef ist. "Ein Unternehmen, das längere Zeit schwache Leistungen bringt, braucht sich nicht wundern, wenn aktivistische Aktionäre und Hedge-Fonds auf den Plan treten. Oder Wettbewerber, die sagen: Wir können mehr draus machen als ihr."
Mit Erfindungen wie der Audio-Kasette, dem Video-Rekorder oder der CD gehörte Philips einst zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Doch seit der Jahrtausendwende hat sich der Konzern aus verschiedenen Märkten zurück gezogen: Der Umsatz ist von 38 Milliarden Euro auf unter 23 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gefallen, viele Teile des Unternehmens und deren Patente wurden verkauft. 2011 kam Philips auf einen Verlust von fast 1,3 Milliarden Euro.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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