Philips: Entlassungen wegen sinkender Nachfrage
Der niederländische Elektronikkonzern Philips bereitet derzeit umfassende Entlassungen vor. Laut der Unternehmensführung handle es sich um eine bedauerliche Maßnahme, die allerdings unvermeidlich sei. Schuld habe die Wirtschaftsentwicklung und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf das eigene Geschäft.
Insgesamt soll rund 4.500 Beschäftigten die Kündigung zugestellt werden. Tiefe Einschnitte sind unter anderem im Management und in der Konzernverwaltung geplant. Dadurch werden allein in den Niederlanden wohl um die 1.400 Stellen gestrichen, hieß es. Ziel sei es, die Ausgaben im operativen Geschäft um 800 Millionen Euro zu senken.
Philips reagiert damit nach eigenen Angaben auf die aktuelle Entwicklung der Bilanzen. Der Umsatz war im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 5,46 Milliarden Euro auf 5,394 Milliarden Euro gesunken. Der Nettogewinn brach von 524 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro ein.
Der Konzern bekommt hier vor allem den Rückgang der Kaufkraft bei Privatkunden zu spüren. So verzeichnete man sowohl im Geschäft mit Unterhaltungselektronik als auch mit Leuchtmitteln sinkende Einnahmen. Steigern konnte man hingegen den Umsatz mit Medizintechnik.
Philips hatte schon vor einiger Zeit angekündigt, die Produktion von Fernsehern aus dem Konzern herauslösen zu wollen. Durch den harten Konkurrenzkampf mit den asiatischen Wettbewerbern kommt man hier längst nicht mehr auf die gewünschten Gewinnmargen.
Der Prozess dauert aber schon länger an als erwartet. Ziel ist es aktuell, die Fernseh-Sparte zukünftig als Joint Venture mit dem Auftragshersteller TPV aus Taiwan weiterzuführen. Allerdings kamen die Verhandlungen mit diesem in der letzten Zeit nicht besonders zügig voran.
Aber auch in verschiedenen anderen Bereichen, die im Unternehmen verbleiben sollen, sieht man vorerst kaum eine Besserung. Erst mittelfristig wagt sich das Management derzeit wieder ein Wachstum anzustreben. 2013 will Philips seinen Umsatz wieder um 4 bis 6 Prozent verbessern können.
Philips reagiert damit nach eigenen Angaben auf die aktuelle Entwicklung der Bilanzen. Der Umsatz war im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 5,46 Milliarden Euro auf 5,394 Milliarden Euro gesunken. Der Nettogewinn brach von 524 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro ein.
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Christian Kahle
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