Schmelzende Grafikkarten:
Nutzer programmiert simples Schutz-Tool
Ein Entwickler hat ein kostenloses Tool programmiert, das teure Grafikkarten mit 12V-2x6-Stecker vor dem Schmelzen schützt. Die Software überwacht die Auslastung einzelner Pins und schaltet den PC im Notfall sicher ab. Die Kompatibilität ist jedoch eingeschränkt.
Das kleine Programm überwacht die Stromzufuhr der Stromstecker in Echtzeit und greift ein, bevor es zu einer Überhitzung kommt. Der Fokus liegt dabei auf Modellen der Baureihen RTX 5080 und RTX 5090 von Nvidia, die aufgrund ihrer hohen Leistungsaufnahme besonders anfällig für schmelzende Anschlüsse sind.
Wie der Programmierer des Tools auf Reddit berichtet, kommuniziert die App direkt mit den Sensoren der Grafikkarte. Zieht ein einzelner Pin länger als 15 Sekunden mehr als 9,5 Ampere, erzwingt die Software das Schließen aller Anwendungen im Hintergrund und fährt den Computer sofort herunter. Anwender können die Parameter für Stromstärke und Zeitspanne innerhalb der Benutzeroberfläche jedoch auch individuell anpassen, um den Schutz auf ihr eigenes System abzustimmen.
Fällt die direkte Sensorabfrage aus, nutzt das Überwachungstool den geteilten Speicher bekannter Diagnoseprogramme als Ausweichlösung, um den blinden Fleck der Hardware auszugleichen. Durch das Auslesen dieser Speicherbereiche greift die Software auf bereits erfasste Sensordaten zurück und berechnet daraus die Auslastung der einzelnen Pins.
Nutzt ihr für eure Hardware zusätzliche Überwachungstools oder verlasst ihr euch auf die Hersteller? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Download HWiNFO - Kostenloses Systeminformations-Tool
Siehe auch:
Schutz für teure Grafikkarten
Besitzer aktueller High-End-Grafikkarten mit 12V-2x6-Stecker fürchten schmelzende Stromanschlüsse, die im schlimmsten Fall die gesamte Hardware zerstören. Immer wieder gibt es entsprechende Berichte. Um das Risiko zu minimieren, gibt es mittlerweile verschiedene Hardwarelösungen, wie extra Kühlkörper und besondere Sicherheitsstecker, die jedoch auch nicht immer zuverlässig arbeiten. Deshalb hat ein Nutzer jetzt die Open-Source-Windows-Anwendung "12VHPWR Guard" veröffentlicht.Das kleine Programm überwacht die Stromzufuhr der Stromstecker in Echtzeit und greift ein, bevor es zu einer Überhitzung kommt. Der Fokus liegt dabei auf Modellen der Baureihen RTX 5080 und RTX 5090 von Nvidia, die aufgrund ihrer hohen Leistungsaufnahme besonders anfällig für schmelzende Anschlüsse sind.
Überwachung einzelner Pins
Wie bereits erwähnt erwiesen sich bisherige Hardwarelösungen der Hersteller oft nur als teuer aber nicht immer verlässlich. Spezialkabel oder Adapter konnten schmelzende Kontakte in der Praxis nicht gänzlich verhindern. Die neue Software geht daher jetzt einen anderen Weg und liest die Stromstärke jedes einzelnen Pins präzise aus, um im Notfall einzugreifen.Wie der Programmierer des Tools auf Reddit berichtet, kommuniziert die App direkt mit den Sensoren der Grafikkarte. Zieht ein einzelner Pin länger als 15 Sekunden mehr als 9,5 Ampere, erzwingt die Software das Schließen aller Anwendungen im Hintergrund und fährt den Computer sofort herunter. Anwender können die Parameter für Stromstärke und Zeitspanne innerhalb der Benutzeroberfläche jedoch auch individuell anpassen, um den Schutz auf ihr eigenes System abzustimmen.
Fällt die direkte Sensorabfrage aus, nutzt das Überwachungstool den geteilten Speicher bekannter Diagnoseprogramme als Ausweichlösung, um den blinden Fleck der Hardware auszugleichen. Durch das Auslesen dieser Speicherbereiche greift die Software auf bereits erfasste Sensordaten zurück und berechnet daraus die Auslastung der einzelnen Pins.
12VHPWR Guard - Komplette Feature-Liste
- Überwacht den Stromverbrauch an den Pins 1-6 des 12VHPWR-Anschlusses der GPU
- Standalone-Modus: Liest den Sensorchip der Grafikkarte direkt aus, HWiNFO ist nicht erforderlich
- Greift auf den gemeinsamen Speicher von HWiNFO SM2 zurück, wenn der direkte Zugriff nicht möglich ist
- Erfordert eine anhaltende Überschreitung des Schwellenwerts (Standard: 15 s)
- Schließt blockierende Anwendungen beim Herunterfahren zwangsweise, damit nichts den Vorgang verzögern kann (standardmäßig aktiviert; SHUTDOWN_FORCE_CLOSE_APPS im Quellcode)
- Leiser Hintergrundbetrieb
- Taskleisten-Symbol mit Live-Status
- Konfigurierbare Einstellungen über das Taskleistenmenü (Schwellenwert in Ampere, Dauer in Sekunden)
- Dauerhafte Konfiguration wird in der Datei "config.ini" gespeichert
- Pause / Fortsetzen über die Taskleiste
- Toast-Benachrichtigungen
- Protokollierung in der Windows-Ereignisanzeige
- Erkennt Sensorausfall (Beenden/Absturz/Einfrieren von HWiNFO oder I2C-Fehler) und stellt die Verbindung automatisch wieder her; meldet niemals "OK" bei veralteten Daten
- Setzt den Timer beim Wechsel zwischen Ruhezustand und Wiederaufnahme zurück, anstatt sich auf veraltete Messwerte zu verlassen
- Einzelinstanz-Schutz (eine zweite Instanz wird beendet, anstatt eine doppelte Überwachung durchzuführen)
- Verwendet den Taskplaner als Watchdog
Eingeschränkte Kompatibilität
Ein Nachteil der Software ist die aktuell eingeschränkte Kompatibilität. Das Tool funktioniert derzeit nur mit Premium-Modellen der Serien Asus ROG Astral und Asus ROG Matrix, da lediglich diese Custom-Designs über die notwendigen Einzel-Pin-Sensoren verfügen. Wer eine solche teure Grafikkarte besitzt, erhält jedoch ein nützliches Sicherheitsnetz. Die korrekte Installation der Kabel ersetzt das Programm trotzdem nicht. Ein sauberes Einrasten des Steckers bleibt weiterhin Pflicht. Wer "12VHPWR Guard" testen möchte, findet es auf GitHub zum Download.Nutzt ihr für eure Hardware zusätzliche Überwachungstools oder verlasst ihr euch auf die Hersteller? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Download HWiNFO - Kostenloses Systeminformations-Tool
Zusammenfassung
- Ein Nutzer hat ein Tool gegen schmelzende GPU-Stromanschlüsse programmiert
- "12VHPWR Guard" soll High-End-Grafikkarten effektiv schützen
- Das Open-Source-Tool überwacht die Stromzufuhr der Anschlüsse in Echtzeit
- Bei anhaltender Überlastung einzelner Pins fährt die Software den PC herunter
- Die App liest Sensordaten direkt aus oder nutzt HWiNFO als Ausweichlösung
- Aktuell ist das Tool nur zu ausgewählten Custom-Modellen von Asus kompatibel
Siehe auch:
- Mit Kühlkörper: So will Gigabyte schmelzende GPU-Stecker vermeiden
- Stromsteckerchen killen RTX 5090, RTX 3070 überlebt sogar Blitzschlag
- Schmelzende Stecker: Nvidia begrenzt GPU-Spannung mit neuem Treiber
- Schmelzrisiko: MSIs Schutzidee versagt - GPU-Stromstecker lockern sich
- Nicht nur Nvidia: Auch bei AMD schmelzen immer weitere Stromstecker
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