Innenminister Friedrich greift Netzgemeinde an
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die (deutsche) Netzgemeinde für ihre Reaktion auf den Gastbeitrag seines CDU-Kollegen Ansgar Heveling heftig kritisiert und gemeint, dass im Netz dieselben Regeln herrschen sollten wie im richtigen Leben.
Vor rund einer Woche machte sich der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling zum Gespött des deutschsprachigen Internets. Unter dem Titel "Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!" veröffentlichte er anlässlich der Diskussion über die US-amerikanischen Gesetzesvorlagen SOPA und PIPA in der Printausgabe des 'Handelsblatts' einen Gast-Kommentar.
Darin waren jede Menge krude Digital-Theorien ("digitale Maoisten") sowie Kampfrhetorik ("Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird") zu lesen. Die darin angesprochenen "digitalen Horden" reagierten mit sehr viel Spott und Häme, in Folge wurde Havelings Webseite gehackt und verändert.
Nun stellt sich, ebenfalls via 'Handelsblatt', Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hinter seinen Unions-Kollegen: "Herr Heveling hatte eine andere Meinung und die Internetaktivisten legen seine Homepage lahm. Das verstehe ich nicht unter Demokratie", sagte Friedrich gegenüber der Wirtschaftszeitung.
Der Innenminister kritisierte die Netzgemeinde und meinte, dass diese Sonderregeln für sich beanspruchen würde. "Es sollten die normalen Grundprinzipien von Demokratie und Anstand gelten, wie man miteinander umgeht. Wir kennen Spielregeln im Straßenverkehr oder aus dem Strafrecht", meinte Friedrich im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Auch Haveling selbst verteidigte seinen Kommentar und stellte fest, dass "ein offener Diskurs zu den Fragen von Freiheit und Eigentum im Internet schwer geworden ist." Außerdem betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete, dass er den umstrittenen Beitrag "wieder genau so schreiben und veröffentlichen" würde.
Siehe auch: CDU: Megaupload zeigt, dass SOPA gebraucht wird
Darin waren jede Menge krude Digital-Theorien ("digitale Maoisten") sowie Kampfrhetorik ("Es stellt sich nur die Frage, wie viel digitales Blut bis dahin vergossen wird") zu lesen. Die darin angesprochenen "digitalen Horden" reagierten mit sehr viel Spott und Häme, in Folge wurde Havelings Webseite gehackt und verändert.
Nun stellt sich, ebenfalls via 'Handelsblatt', Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hinter seinen Unions-Kollegen: "Herr Heveling hatte eine andere Meinung und die Internetaktivisten legen seine Homepage lahm. Das verstehe ich nicht unter Demokratie", sagte Friedrich gegenüber der Wirtschaftszeitung.
Der Innenminister kritisierte die Netzgemeinde und meinte, dass diese Sonderregeln für sich beanspruchen würde. "Es sollten die normalen Grundprinzipien von Demokratie und Anstand gelten, wie man miteinander umgeht. Wir kennen Spielregeln im Straßenverkehr oder aus dem Strafrecht", meinte Friedrich im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Auch Haveling selbst verteidigte seinen Kommentar und stellte fest, dass "ein offener Diskurs zu den Fragen von Freiheit und Eigentum im Internet schwer geworden ist." Außerdem betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete, dass er den umstrittenen Beitrag "wieder genau so schreiben und veröffentlichen" würde.
Siehe auch: CDU: Megaupload zeigt, dass SOPA gebraucht wird
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