Chrome-Werbekampagne:
Google bestraft Google

Wegen bezahlter Blog-Einträge, die im Rahmen einer schiefgelaufenen Werbekampagne für den Browser Chrome die Google-eigenen Regeln verletzt hatten, bestraft sich der Suchmaschinenbetreiber selbst und stufte das Such-Ranking von Chrome herunter.
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Google
Seit langem kämpft Google gegen die Praxis "gesponserter" Blog-Beiträge, bei denen Unternehmen für wohlwollende Texte von vermeintlich unabhängigen Bloggern bezahlen. Allerdings ist genau dies Google selbst passiert, wie Danny Sullivan von 'Search Engine Land' herausgefunden hatte.

Um den eigenen Browser Chrome zu bewerben, beauftragte man das externe Unternehmen Essence Digital. Dieses sollte ein Video über den Google-eigenen Browser promoten, gab den Auftrag aber zumindest teilweise an eine Firma namens Unruly Media weiter. Diese ist auf "gesponserte Blogeinträge" spezialisiert und beauftragte offenbar Blogger auf diese dubiose Art und Weise Werbung für den Browser zu machen.

Dabei wurde in (zumindest) einem Fall auf die Chrome-Homepage verlinkt ohne das so genannte 'Nofollow-Attribut' zu nutzen. Dieses verhindert normalerweise, dass derartige Links das Ranking im Google-Algorithmus beeinflussen.

Wie Matt Cutts, Chef des Webspam-Teams von Google auf 'Google+' schreibt, sei das Ziel der Kampagne gewesen, dass das entsprechende Chrome-Video angesehen wird und nicht um Links zur Chrome-Seite zu bekommen. Obwohl es nach Angaben von Cutts nur ein Einzelfall gewesen ist, zogen die Google-eigenen Spamhüter Konsequenzen und stuften die Chrome-Seite im Suchindex ab.

Diese Herabstufung soll zumindest 60 Tage lang aufrecht bleiben. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann jemand von Chrome-Team eine neuerliche Prüfung beantragen, wie Matt Cutts schreibt, gelte das für die eigenen Google-Kollegen wie für jedes andere Unternehmen. Welche Folgen die Herabstufung der Chrome-Seite hat, kann jeder selbst ausprobieren: Wer derzeit nach dem Wort Browser sucht, der wird unter den ersten Ergebnissen keinen Link zu Chrome finden.
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