Google greift durch: Chrome kann jetzt endlich Redirect-Werbung blocken
Gerade auf mobilen Geräten breitete sich in den letzten Jahren eine höchst nervtötende "Seuche" aus: Umleitungs-Werbung, die den Browser mit Warnmeldungen sozusagen "als Geisel nahm", sodass man keine Möglichkeit mehr hatte, auf der ursprünglich geöffneten Website weiter zu surfen. Erst nachdem der Tab geschlossen wurde, konnte man die Seite meist wieder neu aufrufen und hoffen, dass nicht schon wieder ein Redirect-Ad geladen wird.
Jetzt geht Google endlich auf breiter Front aktiv gegen das Problem vor, denn selbst in den aktuellsten Versionen von Chrome lässt sich nun eine neue Einstellung aktivieren, die die Nerv-Werbung endlich blockt. Eigentlich wurde die Einführung des Features erst für Chrome 64 erwartet, doch jetzt lässt sich das Ganze auch in den aktuellen Stable-Versionen in Form von Chrome 62 einschalten. Man muss dazu lediglich in den erweiterten Browser-Einstellungen etwas ändern.
Mit dieser Einstellung lässt sich die Nerv-Werbung schon jetzt blocken
Konkret muss in der Liste der Chrome-Flags die Einstellung "Framebusting requires same-origin or a user gesture" auf "eingeschaltet" umgestellt werden. Ein direkter Zugriff auf diese Einstellung ist über den Link chrome://flags/#enable-framebusting-needs-sameorigin-or-usergesture möglich. Hat man dies aktiviert, können die schädlichen Werbeversuche die von ihnen bisher ausgenutzte "Lücke" in der Nutzerführung von Chrome nicht mehr verwenden, um den Browser zu "hi-jacken".
Die störende Redirect-Werbung wurde auch auf vielen bekannten Websites breit von Nutzern wahrgenommen, weil selbst als "sicher" eingeschätzte Werbevermarkter nicht in der Lage waren, wirklich effektiv gegen diese Art der Werbung vorzugehen. Selbst über die weit verbreiteten Google-eigenen Werbeplattformen AdSense und AdX wurde entsprechende Werbung ausgespielt, sodass selbst namhafte Seiten damit zu kämpfen hatten.
Bei den Nutzern sorgte dies natürlich für Verwirrung und Kritik, sodass die Seitenbetreiber oft mehrfach täglich Meldung an Google und andere Werbelieferanten erstatten mussten, um gegen die Redirect-Werbung vorzugehen. Mit Chrome 64 soll diese Art der Werbung endgültig unterbunden werden, mit dem Eingriff in die Chrome-Flags kann man nun aber schonmal vorläufig Abhilfe schaffen.
Mit dieser Einstellung lässt sich die Nerv-Werbung schon jetzt blocken
Konkret muss in der Liste der Chrome-Flags die Einstellung "Framebusting requires same-origin or a user gesture" auf "eingeschaltet" umgestellt werden. Ein direkter Zugriff auf diese Einstellung ist über den Link chrome://flags/#enable-framebusting-needs-sameorigin-or-usergesture möglich. Hat man dies aktiviert, können die schädlichen Werbeversuche die von ihnen bisher ausgenutzte "Lücke" in der Nutzerführung von Chrome nicht mehr verwenden, um den Browser zu "hi-jacken".
Die störende Redirect-Werbung wurde auch auf vielen bekannten Websites breit von Nutzern wahrgenommen, weil selbst als "sicher" eingeschätzte Werbevermarkter nicht in der Lage waren, wirklich effektiv gegen diese Art der Werbung vorzugehen. Selbst über die weit verbreiteten Google-eigenen Werbeplattformen AdSense und AdX wurde entsprechende Werbung ausgespielt, sodass selbst namhafte Seiten damit zu kämpfen hatten.
Bei den Nutzern sorgte dies natürlich für Verwirrung und Kritik, sodass die Seitenbetreiber oft mehrfach täglich Meldung an Google und andere Werbelieferanten erstatten mussten, um gegen die Redirect-Werbung vorzugehen. Mit Chrome 64 soll diese Art der Werbung endgültig unterbunden werden, mit dem Eingriff in die Chrome-Flags kann man nun aber schonmal vorläufig Abhilfe schaffen.
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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