Rumänien beschlagnahmt Teile des Nokia-Werkes
Der rumänische Staat hat Teile des vor dem Aus stehenden Werkes des finnischen Herstellers Nokia beschlagnahmt. Wie das Nachrichtenportal 'Punkto.ro' berichtet, habe das Unternehmen Steuerschulden in Höhe von zehn Millionen Dollar angehäuft.
Laut Punkto.ro hat der rumänische Fiskus heute Morgen die Nokia-Werkhallen in Jucu im Landeskreis Cluj/Klausenburg zum Teil sichergestellt. Grund sei ein Steuer-Rückstand des finnischen Handy-Herstellers in Höhe von umgerechnet rund 7,4 Millionen Euro.
Die Seite zitiert die rumänische Steuerbehörde ANAF ("National Agency for Fiscal Administration"): Demnach handelt es sich dabei um Zahlungsrückstände, "die infolge der Verletzung der Zoll- und sonstigen gültigen Ein- und Ausfuhrbestimmungen" entstanden seien.
Gegenüber dem Nachrichtensender "Realitatea" erklärte Sorin Blejnar, Chef der Finanzbehörde, dass die ANAF rechtlich zu Sicherstellungen dieser Art berechtigt sei, sobald der Verdacht bestehe, dass ein Unternehmen mit rückständigen Zollgebühren Vermögensgegenstände veräußern könnte. Weil Nokia sich derzeit aus Rumänien bzw. Jucu zurückziehe, handle es sich nun um eine Präventivmaßnahme. Der rumänische Staat wolle so sicherstellen, dass Nokia auch wirklich alle Schulden bezahle.
Der rumänische Staat hatte den Bau des Werkes im Nordwesten des Landes im Jahr 2008 mit 88 Millionen Euro gefördert. Damals hatte es viel Aufregung gegeben, da Nokia seine Produktion von Bochum nach Cluj verlegt hatte - gegen massive Proteste deutscher Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Politiker.
In Jucu sind etwa 2200 Mitarbeiter von der Schließung des Nokia-Werkes betroffen. Das entspricht ziemlich genau jener Zahl an Beschäftigten, die seinerzeit in Bochum ihren Job verloren haben. Das Werk in Jucu wurde erst im September 2008 feierlich eingeweiht, danach beschloss der Konzern aber, seine Produktion nach Asien zu verlegen.
Die Seite zitiert die rumänische Steuerbehörde ANAF ("National Agency for Fiscal Administration"): Demnach handelt es sich dabei um Zahlungsrückstände, "die infolge der Verletzung der Zoll- und sonstigen gültigen Ein- und Ausfuhrbestimmungen" entstanden seien.
Gegenüber dem Nachrichtensender "Realitatea" erklärte Sorin Blejnar, Chef der Finanzbehörde, dass die ANAF rechtlich zu Sicherstellungen dieser Art berechtigt sei, sobald der Verdacht bestehe, dass ein Unternehmen mit rückständigen Zollgebühren Vermögensgegenstände veräußern könnte. Weil Nokia sich derzeit aus Rumänien bzw. Jucu zurückziehe, handle es sich nun um eine Präventivmaßnahme. Der rumänische Staat wolle so sicherstellen, dass Nokia auch wirklich alle Schulden bezahle.
Der rumänische Staat hatte den Bau des Werkes im Nordwesten des Landes im Jahr 2008 mit 88 Millionen Euro gefördert. Damals hatte es viel Aufregung gegeben, da Nokia seine Produktion von Bochum nach Cluj verlegt hatte - gegen massive Proteste deutscher Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Politiker.
In Jucu sind etwa 2200 Mitarbeiter von der Schließung des Nokia-Werkes betroffen. Das entspricht ziemlich genau jener Zahl an Beschäftigten, die seinerzeit in Bochum ihren Job verloren haben. Das Werk in Jucu wurde erst im September 2008 feierlich eingeweiht, danach beschloss der Konzern aber, seine Produktion nach Asien zu verlegen.
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