Chipsätze: Nokia schließt Lieferdeal mit ST-Ericsson
Der Chiphersteller ST-Ericsson wird künftig Prozessoren für Windows-Phone-Geräte des finnischen Herstellers Nokia liefern. Damit endet auch das bisherige Qualcomm-Monopol bei WP7-Smartphones.
Das schweizerisch-schwedische Joint Venture ST-Ericsson hat heute per Pressemitteilung bekannt gegeben, dass man künftig die Chipsätze für die Windows-Phone-Smartphones von Nokia liefern wird. Genauer gesagt handelt es sich um die NovaThor-Plattform.
Interessanterweise darf Nokia nach derzeitigen Stand die Chipsätze aber eigentlich gar nicht verbauen: Bei NovaThor handelt es sich nämlich um Mehrkern-Chipsätze, was aber laut den zuletzt zwar etwas aufgeweichten, aber immer noch strikten Microsoft-Vorgaben bezüglich der WP7-Hardware (Chassis 1) derzeit gar nicht gestattet ist.
Branchenexperten erwarten deshalb, dass Nokia die ST-Ericsson-Chips nicht vor Mitte 2012 einsetzen wird. Unklar ist auch, ob Nokia hier auf eigene Faust gehandelt hat und Microsoft so zur weiteren Aufweichung der restriktiven Hardware-Vorgaben zwingen will oder ob der Deal mit dem Software-Konzern aus Redmond abgesprochen ist. Eine Bestätigung oder einen Kommentar von Microsoft hierzu gibt es noch nicht.
Bei der Vorstellung der ersten beiden Windows-Phone-7-Geräte von Nokia vergangene Woche gab es immer wieder Kritik zu hören, wonach Nokia veraltete Technologie einsetzen würde bzw. dies tun müsse, während die Android-Konkurrenz längst Dual-Core-Prozessoren verbaut.
Mit der Entscheidung von Nokia endet auch die Qualcomm-Exklusivität bei Windows-Phones. Unklar ist auch, ob Nokia mit dem ST-Ericsson-Deal künftig komplett auf Qualcomm-Chipsätze verzichten wird oder ob man auf beide Lieferanten zugreifen wird. Laut dem Analysten Nick Dillon, den 'Telecoms.com' zitiert, habe aber der CEO von ST-Ericsson angedeutet, dass die Vereinbarung mit Nokia bedeuten könnte, dass Qualcomm vollständig ersetzt wird.
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Interessanterweise darf Nokia nach derzeitigen Stand die Chipsätze aber eigentlich gar nicht verbauen: Bei NovaThor handelt es sich nämlich um Mehrkern-Chipsätze, was aber laut den zuletzt zwar etwas aufgeweichten, aber immer noch strikten Microsoft-Vorgaben bezüglich der WP7-Hardware (Chassis 1) derzeit gar nicht gestattet ist.
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Bei der Vorstellung der ersten beiden Windows-Phone-7-Geräte von Nokia vergangene Woche gab es immer wieder Kritik zu hören, wonach Nokia veraltete Technologie einsetzen würde bzw. dies tun müsse, während die Android-Konkurrenz längst Dual-Core-Prozessoren verbaut.
Mit der Entscheidung von Nokia endet auch die Qualcomm-Exklusivität bei Windows-Phones. Unklar ist auch, ob Nokia mit dem ST-Ericsson-Deal künftig komplett auf Qualcomm-Chipsätze verzichten wird oder ob man auf beide Lieferanten zugreifen wird. Laut dem Analysten Nick Dillon, den 'Telecoms.com' zitiert, habe aber der CEO von ST-Ericsson angedeutet, dass die Vereinbarung mit Nokia bedeuten könnte, dass Qualcomm vollständig ersetzt wird.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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