Häftlinge in China zum Gold-Farming gezwungen

Die Häftlinge in einem Arbeitslager im Norden von China wurden von den Wärtern der Einrichtung dazu gezwungen, an Online-Spielen teilzunehmen, um Geld zu verdienen, verriet jetzt ein ehemaliger Insasse gegenüber dem britischen 'Guardian'. Dieses so genannte Gold-Farming wurde im Arbeitslager Jixi von rund 300 Häftlingen ausgeführt. In Spielen wie World of Warcraft mussten sie monotone Aufgaben erledigen, für die man virtuelles Gold erhält, das die Wärter anschließend online gegen echtes Geld verkauften, um sich damit einen Nebenverdienst zu ermöglichen. Im Netz gibt es einige Plattformen, auf denen man für echtes Geld die virtuelle Währung von Spielen erwerben kann, so dass man sich teure Ausrüstungsgegenstände leisten kann, für die man normalerweise sehr lange spielen müsste.

Liu Dali war von 2004 bis 2007 im Arbeitslager Jixi untergebracht, da er auf korrupte Beamte in seinem Bezirk aufmerksam machte. Nachdem er tagsüber körperlich arbeiten musste, ging es nachts am Computer weiter, wo er Gold-Farming betrieb. "Wenn ich mein Arbeitspensum nicht erreichte, wurde ich körperlich bestraft”, sagte Liu gegenüber der Zeitung. Er beschreibt, dass man so lange gespielt hat, bis man vor Erschöpfung nichts mehr auf dem Bildschirm erkennen konnte.

Der ehemalige Häftling erklärte, dass es für die Betreiber des Arbeitslagers profitabler war, die virtuelle Währung erwirtschaften zu lassen, als die Häftlinge körperliche Arbeit erledigen zu lassen. Er will mit bekommen haben, dass täglich zwischen 770 und 925 US-Dollar mit dem Gold-Farming eingenommen wurden. Die Computer liefen rund um die Uhr. Mmorpg, Videospiel, World of Warcraft, Wow Mmorpg, Videospiel, World of Warcraft, Wow Blizzard
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