Abofalle nach Besitzerwechsel wieder in Betrieb
Bereits im letzten Jahr hatten die Verbraucherschützer vor dem Angebot gewarnt, das damals noch der Firma Antassia mit Sitz in Mainz gehörte. Der Seitenbetreiber bat Internetnutzer für ein Abonnement zur Kasse, welches sie angeblich durch Registrierung auf seiner Seite geschlossen hatten. Mit der Weiterverbreitung von kostenlosen Programmen Dritter versuchten die Drahtzieher der Seite, unbedarfte Internetnutzer abzukassieren.
Das Amtsgericht Mainz hatte dies in einer aktuellen Entscheidung als "Abofalle" gewertet und geht von einem versuchten Betrug aus. Ein betroffener Verbraucher hatte auf Erstattung seiner Anwaltskosten geklagt, die ihm durch die Abwehr der unberechtigten Antassia-Forderung entstanden sind.
Am 1. Februar 2011 hat nun die Firma Content Services die Geschäfte der Antassia übernommen, so die Verbraucherzentrale. Diese habe inzwischen damit begonnen, erneut Rechnungen für die angebliche Anmeldung auf der Seite zu verschicken. "Lassen Sie sich durch diese Rechnungen und Mahnschreiben nicht einschüchtern", lautet der Rat der Verbraucherzentrale. Zahlungsaufforderungen sollten mit der Begründung zurückgewiesen werden, dass kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen ist.
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Christian Kahle
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