Amazon erklärt, warum Wikileaks gekündigt wurde
Die Mitteilung des Unternehmens beginnt mit der Klarstellung, dass man nicht von der US-Regierung bedrängt wurde, Wikileaks nicht zu unterstützen. Entsprechende Spekulationen betitelt Amazon als falsch. Auch die DDoS-Attacke gegen Wikileaks war nicht der Grund für die Kündigung. Stattdessen verletzte die Whistleblower-Plattform einen anderen Punkt der Nutzungsbedingungen, der wesentlich essentieller ist.
Demnach muss der Kunde die Rechte an den Inhalten besitzen, die er über seine gemieteten Server vertreibt. Zudem darf mit den angebotenen Daten keine dritte Person verletzt werden. Mit den US-Botschaftsberichten verletzt Wikileaks diesen Punkt der Nutzungsbedingungen. Die Verantwortlichen bei Amazon können sich nicht vorstellen, dass in den über 250.000 Dokumenten nicht eine gefährliche Information enthalten ist.
Amazon betonte, dass man die Web Services bereits seit vier Jahren anbietet und hunderttausenden Kunden ein Zuhause für deren Daten bietet. Einige der Inhalte sind mit Sicherheit kontrovers, doch daran stört man sich nicht, solange keine Dritten geschädigt werden, erklärte das Unternehmen.
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Michael Diestelberg
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