Amazon: Kurseinbruch nach starkem Wachstum

Wirtschaft & Firmen Der Online-Händler Amazon konnte seine Ergebnisse im zweiten Quartal zwar erneut deutlich steigern, verzeichnete wegen steigernder Kosten aber einen Kurseinbruch. Der Gewinn des Unternehmens kletterte im Jahresvergleich von 142 Millionen Dollar auf 207 Millionen Dollar. Das ergab einen Überschuss von 45 Cent pro Aktie. Die Analysten an der Wall Street hatten im Vorfeld allerdings ein Ziel von 54 Cent ausgegeben.

Dieses konnte Amazon wegen gestiegener Ausgaben im operativen Geschäft nicht erreichen. Wie Finanzchef Tom Szkutak ausführte, wurden durch das Wachstum höhere Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Außerdem mussten 2.200 zusätzliche Beschäftigte eingestellt werden, um das gestiegene Auftragsvolumen abarbeiten zu können.

Noch in diesem Jahr will Amazon weltweit 13 weitere Versandzentren aufbauen. Aktuell verfügt das Unternehmen über 40 solcher Niederlassungen. Damit wolle man sich auf das zukünftig zu erwartende Wachstum einstellen, hieß es.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 6,57 Milliarden Dollar. Damit wurden die eigenen Ziele des Konzerns erreicht. Im laufenden Quartal will Amazon einen Umsatz von 6,9 Milliarden Dollar bis 7,63 Milliarden Dollar erreichen.

Allerdings sind die Anleger skeptisch, ob dies realistisch ist. Denn insbesondere in den USA geht die Kaufkraft der Verbraucher im Zuge der Weltwirtschaftskrise zurück. Das könnte dazu führen, dass die getätigten Investitionen ins Leere laufen. Die skeptische Haltung der Aktionäre schlug sich so in einem 13-prozentigen Einbruch des Aktienkurses nieder.
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