Rumänien: Hacker üben Rache für Filesharer-Urteil
Statt wie gewohnt in den Server einzudringen und die Seite selbst zu manipulieren, wählten sie einen anderen Weg. Sie sorgten dafür, dass die Web-Präsenz sowohl von den Sicherheitssystemen bei Google als auch denen des Firefox-Browsers als gefährlich gelistet wird.
Solch eine Einstufung erhalten für gewöhnlich nur Seiten, in denen Scripte integriert sind, die Schadcodes auf die Rechner der Besucher schleusen sollen, oder die für Phishing-Angriffe genutzt werden. Über das genaue Vorgehen im Fall der UPFR ist bisher nichts bekannt, berichtete das Magazin 'TorrentFreak'.
Die Aktion geschah offenbar als Rache für die erste Verurteilung eines Filesharing-Nutzers in Rumänien. Aus einer Reihe von Usern, die man habe verklagen können, wählten die Rechteinhaber eine zufällige Person aus, um ein Beispiel-Verfahren zu führen.
Der Nutzer hatte den Angaben zufolge eine Musiksammlung in einer Größe von 66 Gigabyte zum Download freigegeben. Er wurde zu einer Geldstrafe von rund 2.850 Euro verurteilt, was einer Summe von fast zehn durchschnittlichen Monatsgehältern in dem Land entspricht.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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