Microsoft muss Lizenz-Abos für Schulen abändern

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Microsoft ändert die Lizenzen für den Einsatz seiner Software in Schulen ab. Die neuen Bestimmungen werden in einer Pilotphase in Großbritannien erprobt. Zahlreiche Schulen verfügen über ein Abo-Modell für Lizenzen, das Microsoft Schools Agreement (MSA). Dieses bietet zwar vergleichsweise günstige Preise, erfordert aber, dass die Bildungseinrichtungen pauschal Gebühren für alle Rechner zahlen, auf denen die Software des Herstellers laufen kann.

Mit dem Subscription Enrollment Schools Pilot (SESP) führt Microsoft nun eine neue Lizenz ein. Diese ist wesentlich differenzierter und umfasst nur noch Computer, die auch wirklich als Arbeitsplatz-Rechner für den Bildungsbetrieb eingesetzt werden.

Für die dahinterstehenden Administrationssysteme und Rechner, die beispielsweise mit Mac OS X oder Linux laufen, müssen nun keine Gebühren mehr bezahlt werden. Gleiches gilt für ältere Rechner, die nicht die Mindestanforderungen für den Betrieb von Windows Vista erfüllen: 1 Gigahertz Prozessortaktung, 1 Gigabyte RAM und 40 Gigabyte Festplattenplatz.

Microsoft reagiert damit auf die aktuelle Entwicklung im Bildungsbereich. Eine Reihe von Schulen hatten zuletzt ihre Teilnahme am MSA gekündigt - wohl weil sie verstärkt auch Systeme einsetzen, die nicht mit Microsoft-Software arbeiten und für diese keine Gebühren mehr zahlen wollen.
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