Microsoft will von der EU Vorgaben für Lizenzierung

Microsoft Der Streit zwischen der Europäischen Union und Microsoft wegen angeblicher Wettbewerbsbehinderung durch den Software-Konzern schwelt mittlerweile seit Jahren. Nachdem die Redmonder einige Forderungen der EU bereits erfüllt haben, geht es derzeit um die Lizenzgebühren für Server-Protokolle. Anfang März hatte die EU-Kommission Microsoft vorgeworfen, zu hohe Gebühren für die Lizenzierung seiner Server-Protokolle an Drittanbieter zu verlangen. Gestern gab es die fristgerechte Antwort von Microsoft. Darin fordert das Unternehmen die Wettbewerbshüter der EU auf, konkrete Vorschläge für die Höhe der Lizenzgebühren zu machen.

Man brauche mehr Klarheit darüber, wieviel man verlangen könne, so Microsofts Vertreter Brad Smith. Dazu bedürfe es einer konstruktiven Konversation anstelle einer formalen Anhörung, sagte er weiter. Die EU-Kommission hatte bisher nur vorgegeben, dass die Gebühren nachvollziehbar und nicht diskriminierend sein müssen.

Sollte Microsoft den neuen Forderungen der EU nicht Folge leisten, droht erneut eine Strafe in Höhe von 3 Millionen Euro pro Tag. Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte Microsofts Verhalten in dem Verfahren als "inakzeptabel" bezeichnet, da Microsoft seinen Marktanteil weiter ausbauen konnte.
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