US-Militär: Daten über neuen Kampfjet gestohlen

Hacker Hackern ist es gelungen, in Rechner des US-Militärs einzudringen. Dabei wurden Daten über das bisher teuerste Entwicklungsprojekt des Pentagons gestohlen, berichtet das 'Wall Street Journal'. "Joint Strike Fighter" heißt das Programm, in dessen Rahmen das neue Kampfflugzeug F-35 Lightning II entwickelt wird. An dem Projekt sind mehrere Staaten beteiligt - neben der USA auch Großbritannien, Italien, die Niederlande, die Türkei, Australien, Norwegen, Dänemark und Kanada.

Die ersten Flugversuche mit Prototypen wurden im Jahr 2006 aufgenommen. 2012 sollen die ersten Maschinen ausgeliefert werden. Das finanzielle Volumen der Entwicklung beläuft sich bis dahin auf rund 300 Milliarden Dollar.

Die Angreifer sollen insgesamt mehrere Terabyte Unterlagen über das Design und die elektronischen Systeme des Flugzeuges kopiert haben. Gegnerische Streitkräfte könnten aus diesen Daten Informationen gewinnen, die einen taktischen Vorteil in Kampfsituationen ergeben, hieß es.

Allerdings sollen die sensibelsten Informationen über das neue Flugzeug nicht betroffen sein, hieß es. Diese werden ausschließlich auf Rechnern ohne Internet-Anschluss gelagert. Bisher gibt es offiziell noch keine konkreten Hinweise auf die Identität der Angreifer. Vermutet werden allerdings chinesische Hacker.

Zusammenfassung
  • Hacker drangen in Rechner des US-Militärs ein und stahlen wichtige Daten
  • Betroffen ist das teuerste Entwicklungsprojekt des Pentagons, F-35 Lightning II
  • Das "Joint Strike Fighter"-Programm umfasst mehrere internationale Partner
  • Erste Flugversuche mit Prototypen fanden 2006 statt, Auslieferung ab 2012
  • Entwicklungskosten des Projekts betragen bis 2012 rund 300 Milliarden Dollar
  • Mehrere Terabyte an Design- und Elektronikdaten des Flugzeuges wurden kopiert
  • Sensibelste Informationen sind sicher, da sie auf isolierten Rechnern gespeichert sind

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