Viele Smartwatch-Geschenke an Soldaten:
US-Militär ist beunruhigt
Es heißt so schön: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Dass dies allerdings ein schlechter Ratschlag ist, weiß man seit der Mythologie um den Trojanischen Krieg nur zu gut. Und auch bei Smartwatch-Geschenken sollte man auf der Hut sein.
Das Department of the Army Criminal Investigation Division (CID), die Kriminalbehörde des US-Heeres, warnte jetzt davor, dass Angreifer offenbar versuchen, über Technikgeschenke Malware in die internen Netzwerke des Militärs zu schleusen. In der letzten Zeit wurden demnach scheinbar wahllos Smartwatches an Angehörige der US-Streitkräfte verschickt, die zu einem Sicherheitsrisiko werden können.
Derzeit laufen noch Ermittlungen, welchen Umfang die Aktion eigentlich hat und was dahintersteckt, berichtet das US-Magazin DefenseNews. Die Befürchtung läuft vor allem darauf hinaus, dass in den Firmwares der Uhren Malware versteckt ist, die externen Angreifern Zugang zu gespeicherten Daten wie Bankdaten, Kontakten und Login-Informationen wie Benutzernamen und Passwörtern verschaffen könnte.
Bei den zuständigen Stellen geht man allerdings ungern ein Risiko ein und geht daher erst einmal vom Schlimmsten aus. Denn in der Vergangenheit hat sich bereits mehrfach gezeigt, dass moderne Gadgets die Vorstellungen einer Organisation, die auf besondere Geheimhaltung bedacht ist, leicht unterwandern können. So wurden beispielsweise bereits Standorte von Militärstützpunkten im Ausland enttarnt, weil die dort stationierten Soldaten bei den täglichen Fitnessaktivitäten ihre Fitnessuhren trugen und diese aufgezeichneten Daten zusammen mit anderen Militärs dann in Jogging-Karten auftauchten.
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Derzeit laufen noch Ermittlungen, welchen Umfang die Aktion eigentlich hat und was dahintersteckt, berichtet das US-Magazin DefenseNews. Die Befürchtung läuft vor allem darauf hinaus, dass in den Firmwares der Uhren Malware versteckt ist, die externen Angreifern Zugang zu gespeicherten Daten wie Bankdaten, Kontakten und Login-Informationen wie Benutzernamen und Passwörtern verschaffen könnte.
Ermittlungen laufen
Allerdings ist es noch nicht gesichert, dass man es hier wirklich mit Schadcode-Trägern zu tun hat. Immerhin kann es bei einem halbwegs gut versteckten Trojaner eine Weile dauern, bis man ihn findet - insbesondere dann, wenn er noch gar nicht arbeitet und vielleicht nur darauf wartet, durch einen bestimmten Auslöser aktiviert zu werden. Denkbar und deutlich harmloser wäre es, wenn es bei den Zusendungen lediglich um das sogenannte Brushing geht: Hersteller verschicken hier Produkte an wahllose Nutzer und hoffen darauf, dass es im Gegenzug positive Rezensionen gibt, die eine wesentlich größere Marketing-Macht haben als einfache Werbeschaltungen.Bei den zuständigen Stellen geht man allerdings ungern ein Risiko ein und geht daher erst einmal vom Schlimmsten aus. Denn in der Vergangenheit hat sich bereits mehrfach gezeigt, dass moderne Gadgets die Vorstellungen einer Organisation, die auf besondere Geheimhaltung bedacht ist, leicht unterwandern können. So wurden beispielsweise bereits Standorte von Militärstützpunkten im Ausland enttarnt, weil die dort stationierten Soldaten bei den täglichen Fitnessaktivitäten ihre Fitnessuhren trugen und diese aufgezeichneten Daten zusammen mit anderen Militärs dann in Jogging-Karten auftauchten.
Zusammenfassung
- CID warnt vor Smartwatch-Geschenken an US-Streitkräfte.
- Ermittlungen laufen, um Umfang und Hintergrund der Aktion zu klären.
- Befürchtung: Malware in Firmware der Uhren.
- Evtl. nur Brushing; Hersteller verschicken Produkte für Rezensionen.
- Risiko für Organisationen, die auf Geheimhaltung bedacht sind.
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