RingConn Gen 3: Smarter Ring mit vielfältigen Funktionen im Test

Mit dem RingConn Gen 3 tritt ein Smartring an, der viele Funktionen einer Smartwatch in einem deutlich unauffälligeren Format bieten soll. Er erfasst unter anderem Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Schlaf, Schritte, Aktivitätsdaten und Stress. Im Praxistest durch unseren Kollegen Johannes Knapp von NewGadgets musste sich das Wearable nicht nur im Alltag, sondern auch auf Reisen, bei langen Messetagen und im Freizeitpark bewähren.

Der Ring wiegt je nach Größe rund 2,5 bis 3,5 Gramm, verbindet sich per Bluetooth mit der RingConn-App und wird über ein mitgeliefertes Ladecase geladen. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 14 Tagen an. Zu den wichtigsten Funktionen zählen neben den klassischen Gesundheits- und Aktivitätswerten ein Vibrationsalarm sowie neue Auswertungen zur Gefäßgesundheit. Positiv fällt zudem auf, dass RingConn auf ein kostenpflichtiges Abo verzichtet.

Vor dem Kauf setzt der Hersteller auf ein Sizing-Kit für die Größen 6 bis 14. Das ist sinnvoll, da die Passform bei Smartringen sowohl den Tragekomfort als auch die Messgenauigkeit beeinflusst. Der Ring ist in fünf Farbvarianten erhältlich. Zum Lieferumfang gehören neben dem Ring ein Ladecase, USB-C-Kabel und die Dokumentation. Im Test hinterließ die Verarbeitung einen robusten Eindruck und zeigte auch bei häufigem Reiseeinsatz keine auffälligen Gebrauchsspuren.
RingConn Gen 3 RingConn Gen 3 RingConn Gen 3
Im Vergleich zum Vorgänger fallen die Neuerungen eher moderat aus. Der Gen 3 bietet eine längere Akkulaufzeit von bis zu 14 statt 12 Tagen, speichert Daten bis zu zehn statt sieben Tage, ergänzt einen Vibrationsalarm und erweitert die Gesundheitsfunktionen um Gefäßgesundheitstrends. Für Nutzer, die hauptsächlich Puls, Schlaf und Schritte erfassen, ist ein Upgrade nicht zwingend erforderlich.

Besonders interessant war der Praxistest unter realen Belastungsbedingungen. Während einer mehrwöchigen Asienreise, im Freizeitpark und auf einer großen Technikmesse erkannte der Ring erhöhte Stressphasen nachvollziehbar und zeichnete hohe Aktivitätswerte zuverlässig auf. Die Messdaten wirkten dabei insgesamt plausibel und passend zu den jeweiligen Tagesabläufen.

Eine zentrale Rolle spielt die RingConn-App. Sie bündelt Gesundheits- und Aktivitätsdaten in einer übersichtlichen Darstellung und ermöglicht bei Bedarf detaillierte Einblicke in Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Schritte, Kalorienverbrauch und aktive Zeiten. Dadurch lassen sich Zusammenhänge zwischen Belastung, Erholung und Schlaf leichter erkennen.

Stört nicht beim Schlafen

Gerade beim Schlaftracking spielt der Formfaktor seine Stärken aus. Im Gegensatz zu vielen Smartwatches wird der leichte Ring nachts kaum wahrgenommen und eignet sich dadurch besonders für eine dauerhafte Nutzung. Die App bewertet die Schlafqualität und zeigt nachvollziehbar, wie sich stressige Tage oder kurze Nächte auf die Erholung auswirken.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Gefäßgesundheitstrends. Die App liefert dazu langfristige Auswertungen und Hinweise zu Kreislaufbelastung, Tag-Nacht-Rhythmus, Schlafatmung und Regeneration. Eine medizinische Diagnose ersetzt dies nicht, erweitert jedoch den Funktionsumfang deutlich.

Im Alltag überzeugt der RingConn Gen 3 vor allem durch seine lange Akkulaufzeit, den hohen Tragekomfort und die umfangreiche App. Weniger attraktiv ist das Modell für Nutzer des Gen 2, die mit den bisherigen Funktionen bereits zufrieden sind. Insgesamt präsentiert sich der RingConn Gen 3 als ausgereifter Smartring, der insbesondere für Anwender interessant ist, die Gesundheits- und Aktivitätsdaten erfassen möchten, ohne dauerhaft eine Smartwatch tragen zu müssen.

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