Browser-Bundling-Streit: EU gibt Microsoft mehr Zeit

Browser Microsofts Bitten um eine Verlängerung der Frist für seine Antwort auf die neuen Vorwürfe der EU wegen der Bündelung des Internet Explorer mit Windows wurden erhört. Die EU-Kommission hat die Frist nun um einige Wochen verlängert. Mitte Januar hatte die EU-Kommission durchblicken lassen, dass man die von konkurrierenden Browser-Herstellern kritisierte Bündelung des IE mit Windows ebenfalls problematisch sieht. Der norwegische Anbieter Opera, dessen gleichnamiger Browser bisher nur von wenigen Anwendern genutzt wird, hatte Ende 2007 Beschwerde bei den Wettbewerbshütern der EU eingelegt.

Später schloss sich auch Mozilla, die Stiftung hinter dem freien Browser Firefox, der Beschwerde an. Der Suchmaschinenbetreiber Google, der inzwischen mit Chrome ebenfalls einen Browser anbietet, hat inzwischen ebenfalls eine Beteiligung an der Beschwerde angekündigt. Microsoft hat jetzt bis zum 21. April 2009 Zeit, auf die Vorwürfe der EU-Ermittler zu reagieren.

In der letzten Woche hatten Microsofts Entwickler erkennen lassen, dass man den Anwendern in Windows 7 die Möglichkeit bieten will, verschiedene mitgelieferte Anwendungen, darunter auch der Internet Explorer und der Windows Media Player, über ein spezielles Einstellungsmenü zu deaktivieren. Ob dies allerdings auf die neuen Probleme mit der EU zurück zu führen ist, ist unklar.

Die Veröffentlichung der finalen Ausgabe des Internet Explorer 8 wird für die kommende Woche erwartet. Opera und Google hatten jüngst mehrfach gefordert, die Anwender bei der Installation oder dem Start von Windows einen Browser wählen zu lassen.
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