Microsoft: IE-Entbündelung würde Google stärken
In der Auseinandersetzung geht es um eine Beschwerde des Browser-Herstellers Opera. Dieser beklagt, dass Microsoft die Dominanz seines Betriebssystems Windows missbraucht, um auch die Marktführerschaft des Internet Explorers zu zementieren. Dies geschehe, indem der Browser eng mit dem System verzahnt wird und nach einer Installation stets als erster und einziger Browser zur Verfügung steht.
Gefordert wird, dass Microsoft bei der Einrichtung von Windows mehrere Browser zur Wahl stellt. Dies will Microsoft aber nicht zulassen. Wie die 'New York Times' unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, wolle der Konzern damit argumentieren, dass ein hoher Marktanteil des Internet Explorers vor einer Monopolstellung Googles im Markt für Suchmaschinenwerbung schütze.
Immerhin ist es der einzige unter den weiter verbreiteten Browsern, dessen Suchfeld nicht automatisch auf Googles Suchmaschine verweist. Firefox oder Chrome würden dem Internet-Konzern, der ohnehin bereits einen sehr hohen Anteil an dem Milliardenmarkt mit kontextabhängigen Anzeigen nur noch weitere Nutzer zuspielen, so die Logik Microsofts.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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