Intel torperdiert Nvidias neue Netbook-Plattform

Prozessoren Der Chiphersteller Intel versucht offenbar, Nvidias letzten Vorstoß in den Netbook-Markt mit drastischen Mitteln zu unterbinden. Der Atom-Prozessor soll zukünftig nicht mehr separat erhältlich sein. Nvidia hatte kürzlich einen Chipsatz für Netbooks angekündigt, der den Atom-Prozessor mit der GeForce 9400-GPU kombinieren sollte. Die hohe Grafikleistung sollte dem Unternehmen zukünftig einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Intels eigener Plattform für die kleinen Notebooks verschaffen.

Wie das taiwanische Branchenmagazin 'DigiTimes' nun aber unter Berufung auf ein Schreiben Intels an verschiedene Hersteller berichtet, will der Konzern dies mit einer Änderung im Geschäftsmodell verhindern. Der Atom soll demnach bald nur noch in Verbindung mit einem Intel-Chipsatz zu haben sein.

Die Produzenten müssten dann auf jeden Fall die 945GSE- oder 945GC-Plattform mitkaufen, auch wenn sie letztlich das Nvidia-Produkt einsetzen wollen. Das wäre aber letztlich zu teuer, um in dem hart umkämpften Markt mithalten zu können.

Intel gab dazu auf Nachfrage des Magazins noch keine direkte Stellungnahme ab. Das Unternehmen betonte aber, dass man die Nvidia-Plattform weder für den Atom-Prozessor zertifizieren noch eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten im Netbook-Bereich eingehen will.
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