Microsoft, Nintendo, Sony wegen Controllern verklagt

Wirtschaft & Firmen Die texanische Investment-Firma Fenner hat Klage gegen die drei großen Spielkonsolenhersteller Microsoft, Nintendo und Sony eingereicht. Angeblich verletzen die Controller der Konsolen ein Patent auf ein Joystick Port Interface mit niedriger Spannung. Offenbar geht es um die Möglichkeit, einen mit fünf Volt betriebenen Joystick bzw. anderen Controller an einen Computer oder eine Spielekonsole anzuschließen. In der Klageschrift heißt es, dass die drei betroffenen Unternehmen aktiv gegen das Patent verstoßen und dies auch in der Zukunft tun werden.

Fenner fordert nun Schadenersatz und Geldstrafen. Außerdem will man sich die Verfahrenskosten erstatten lassen. Die Firma hat im letzten Jahr bereits ein Verfahren gegen die Telekommunikationsriesen Alcatel, Nokia und Cisco angestrengt, bei dem es ebenfalls um angebliche Patentverletzungen geht.

Nintendo muss sich derzeit auch an einer anderen Front mit den Patentansprüchen von Dritten beschäftigen. Vor kurzem reichte ein Hersteller von Peripheriegeräten Klage ein, weil man eine Verletzung eines Patents auf einen speziell positionierten Knopf an der Wiimote-Fernbedienung der neuen Konsole Wii vermutet.

Microsoft und Sony haben ebenfalls bereits Erfahrung mit Klagen wegen ihrer Konsolen. Im Jahr 2002 wurden sie zum Beispiel von der Firma Immersion verklagt, weil die in den Controllern ihrer Konsolen integrierte Vibrationsfunktion nicht ordnungsgemäß lizenziert wurde. Beide Firmen zahlten später zweistellige Millionenbeträge um die Verfahren beizulegen.
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