"New America"-Schnapsidee:
New Mexico will Umbenennung verhindern

Wegen einer Idee von Donald Trump zur Umbenennung von New Mexico wenden sich Politiker an Apple und Google. Sie fordern die Konzerne in einem formellen Brief auf, den Namen New America in sämtlichen digitalen Kartendiensten konsequent zu ignorieren.
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WinFuture/KI-generiert

    Karten-Streit um New America

    Ein auf sozialen Medien geäußerter informeller Vorschlag des US-Präsidenten Donald Trump, den Bundesstaat New Mexico in New America umzubenennen, sorgt aktuell für politische Diskussionen, Empörung und Proteste. Trump verbreitete kürzlich eine entsprechende Grafik, die den alten Namen durchstreicht und den neuen platziert.

    Daraufhin wandten sich Politiker aus dem betroffenen Bundesstaat direkt an die großen Technologiekonzerne Apple und Google. Sie fordern präventiv, dass die Unternehmen eine mögliche Namensänderung in ihren digitalen Kartendiensten blockieren.

    Die Navigationsdienste beider Konzerne greifen für lokale Ortsnamen auf das Geographic Names Information System (GNIS) zurück. Das ist eine offizielle Datenbank der US-Regierung für geografische Bezeichnungen. Wenn offizielle Anordnungen die Einträge aktualisieren, übernehmen die Apps die neuen Namen meist zwangsläufig. So geschah das bereits, als aus dem Golf von Mexiko der Gulf of America und aus dem Ontariosee der Lake America wurde. Eine Wahl haben die Unternehmen wohlgemerkt nicht.

    Politik fordert Boykott der Apps

    Wie die Washington Post berichtet, haben Kongressabgeordnete aus New Mexico einen formellen Brief an Apple und Google verfasst. Darin bitten sie die Unternehmen, bei einer potenziellen Anweisung zur Umbenennung des Bundesstaates nicht nachzugeben. Die Politiker argumentieren, die Verfassung der USA räume dem Präsidenten nicht das Recht ein, einen Bundesstaat einseitig umzubenennen. Dafür wäre eine Änderung der Verfassung des jeweiligen Staates zwingend nötig.

    Die Abgeordneten kritisieren in dem Schreiben zudem das bisherige Vorgehen der Technologiekonzerne. Wie die Politiker ausführen, seien die raschen Übernahmen früherer geografischer Namensänderungen direkte Zugeständnisse an die Regierung. Dabei verweisen die Verfasser des Briefes auf die weitreichenden geschäftlichen Interessen, die Apple und Google mit staatlichen Behörden pflegen. Die betroffenen Unternehmen haben sich auf Nachfrage bislang nicht öffentlich zu den Forderungen geäußert.

    Weder Apple noch Google haben direkten Einfluss auf die Einträge in der zentralen Datenbank. Nutzen sie das offizielle System nicht nach den staatlichen Vorgaben, droht ein technischer Ausschluss.

    Was haltet ihr von der Einmischung der Politik in die Kartendienste von Apple und Google? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Donald Trump schlägt informell die Umbenennung von New Mexico vor
    • Politiker fordern von Apple und Google die Blockade des neuen Namens
    • Bisher nutzen die Kartendienste die offizielle Regierungsdatenbank
    • Die US-Abgeordneten zweifeln die Rechtmäßigkeit der Namensänderung an
    • Apple und Google droht bei Nichtbeachtung der Ausschluss aus Systemen
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