Halloween: The Game - Das Spiel zum Horror-Klassiker im Test

"Halloween: The Game" gibt Spielern die Möglichkeit, den Horror-Klassiker von 1978 aus der Sicht von Michael Myers nachzuerleben. Dazu gehört auch, dass man selbst in Michaels Kinderschuhe schlüpft und die Treppe zum Obergeschoss des Myers-Anwesens hinaufgeht. Was am Ende dieser Sequenz passiert, dürfte jedem Halloween-Fan klar sein, und im Anschluss an "Halloween: The Game" auch jedem, der durch das Spiel erstmals mit dem Halloween-Franchise in Kontakt kommt.

Die Testsysteme

Unser Kollege Timm Mohn hat Halloween: The Game unter anderem auf der Xbox Series X gespielt. Hier zeigte das Spiel keinerlei Performance-Probleme. Der Titel wurde aber auch auf einem Geekom MegaMini G1 ausprobiert. Hier mussten die Grafikeinstellungen teilweise deutlich zurückgeschraubt werden. Das war auch auf dem Chuwi GameBook der Fall.

Die Nutzerrezensionen auf Steam sprechen davon, dass das Spiel durch weitere Patchs optimiert werden sollte. Ein Benchmark-Modus ähnlich dem von Forza 5 oder 6 würde Halloween: The Game guttun. Alle Spieleaufnahmen wurden extern mit dem ClonerAlliance UHD Halo aufgezeichnet, um den Prozessor und die Grafikkarte maximal zu entlasten.
Halloween: The Game Halloween: The Game Halloween: The Game

Der Story-Modus

Halloween: The Game kann auf verschiedene Arten gespielt werden: online im Multiplayer-Modus oder offline im Story-Modus. Das Spiel weist darauf hin, dass nicht alle Mechaniken verfügbar sind, wenn man rein offline spielt. Aber: Im Story-Modus führt das Spiel in die einzelnen Handgriffe ein, die im späteren Verlauf sowie im Multiplayer wichtig sind. Als Michael bricht man im Story-Modus zunächst aus einer Einrichtung aus. Der Weg in die Freiheit wird von Wärtern blockiert und später mit deren Leichen gepflastert. Um einen Gegner zu erledigen, wird dieser u. a. zuerst gepackt und im Falle der PC-Version mit der rechten Maustaste seinem Untergang geweiht.

Ganz so einfach macht Halloween: The Game es dem Spieler aber nicht. Zunächst muss eine Tastenkombination erfolgreich eingegeben werden: beispielsweise 4, 2, 1 und 0. Hat man die jeweils unterschiedliche Zahlenabfolge erfolgreich eingegeben, folgen abwechslungsreiche Möglichkeiten, Gegner über die Regenbogenbrücke zu schicken. Das Spiel ist ab 18 Jahren freigegeben und entsprechend blutig sind auch die jeweiligen Enden der NPCs.

Die Kapitel

Insgesamt gibt es fünf Kapitel in Halloween: The Game. Das erste Kapitel schließt die Lücke zwischen der zweiten und dritten Szene des Films. Das Spiel wirkt dabei wie eine gelungene Ergänzung zum Film und lässt zugleich den Wunsch wachsen, wirklich jede Szene aus dem Film nachzuspielen.

An einigen Stellen in Kapitel 1 kommt ein Aha-Gefühl auf, weil man "fehlende" Szenen des Films erstmals durchs Spielen erlebt. Gleichzeitig nimmt einem Halloween: The Game mindestens einen Mord ab, den man selbst hätte verüben können und sollen. Das betrifft vor allem den Tod des Mechanikers, dessen Kleidung man sich einverleibt. Gleichzeitig ist es spannend zu sehen, dass nicht Michael das Auto von der Straße hat abkommen lassen, sondern es sich wohl um eine Autopanne gehandelt hat.

Das Halloween-Logo kommt gefühlt sehr spät, aber gleichzeitig passend zum Filmverlauf. Da das Spiel vor allem in Szenen einsetzt, die im Film so nicht behandelt wurden, kann mitunter das Gefühl aufkommen, dass im späteren Verlauf nur noch wenige Kapitel für einen großen Teil des Films übrig sind.

Halloween: The GameHalloween: The GameHalloween: The GameHalloween: The GameHalloween: The GameHalloween: The Game

Am Ende von Kapitel 3 kommt man dem dramatischen Höhepunkt des Films so langsam näher. Allerdings ohne, dass man bisher eine Beziehung zu den Hauptopfern des Films aufgebaut hat. Kapitel 4 hingegen, mit dem Titel "Babysitter", soll den Spieler als Hauptdarsteller näher mit dem Main-Cast des Films zusammenbringen.

Die Solo-Kampagne ist mit allen Kapiteln und dem Prolog recht kurz. Man könnte den Story-Modus aber auch als Tutorial für den Multiplayer sehen, auf den das Spiel einen großen Fokus legt. Beim Online-Spiel fällt auf, dass eine Mechanik (das rechtzeitige Interagieren in Gesprächen) zumindest beim Playthrough unseres Kollegen Timm Mohn nicht vorkam. Deswegen verliert man die ersten paar Telefonate und Gespräche. Es kann natürlich sein, dass eine solche Mechanik erst durch das Erreichen verschiedener Meilensteine erprobt werden kann. Vielleicht sollte dieser doch recht wichtige Mechanismus aber ähnlich präsent vermittelt werden wie andere, die auf jeden Fall erklärt werden.

Halloween: The Game richtet sich an neue und alte Fans des Horror-Klassikers. Der Titel ist völlig zu Recht ab 18 Jahren freigegeben und dürfte mit seiner Brutalität dennoch den einen oder anderen erschrecken. Wie im Film beendet man das Leben unzähliger Opfer, darunter Hunde und die eigene Schwester. Der Mord an dieser geschieht im Spiel so spät, dass man als Spieler bereits eine Verbindung zum eigenen Michael-Charakter aufgebaut hat. Das macht die überraschend schnell beendete Szene umso intensiver. Wie im Film ist Myers nahezu unverwüstlich, aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt übermächtig. Halloween: The Game ist aktuell ab 49,99 Euro auf Amazon erhältlich. Zum selben Preis wird es auch auf Steam für den PC angeboten.

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