Intel: Mooresches Gesetz in 10-15 Jahren ungültig

Hardware AMD hat erst gestern mit der Auslieferung der ersten Prozessoren begonnen, die in einem 65-Nanometer-Prozess hergestellt werden. Bei Intel sind bereits meisten CPUs in diesem Maßstab gefertigt, doch man plant bereits für die Zukunft und will demnächst mit Testläufen von 32-Nanometer-Prozessen beginnen. Nach Angaben von Intel sei man auf einem guten Weg, um in kürze mit den Tests zu beginnen, doch damit nähert man sich angeblich bereits dem Ende dessen, was derzeit technologisch möglich ist. Durch eine weitere Verkleinerung der Strukturen wird das Mooresche Gesetz in einigen Jahren seine Gültigkeit verlieren, so Intel.

Intel-Mitgründer Gordon Moore hatte in den 60iger Jahren die These aufgestellt, dass sich die zahl der Transistoren und damit auch die Leistung von Prozessoren innerhalb von rund zwei Jahren verdoppeln ließe, was sich bis heute bewahrheitet hat. In 10 bis 15 Jahren könnte diese Entwicklung jedoch nicht mehr machbar sein, so Intels Technologie-Chefstratege Paolo Gardini laut DigiTimes.

Gardini stellt das Mooresche Gesetz in Frage, weil man bei Intel davon ausgeht, dass mit dem Erreichen von 22-Nanometer-Prozessen und noch kleineren Strukturen Probleme auf die CPU-Hersteller zukommen. Prozessoren, deren Leiterbahnen nur noch 22 Nanometer Breite haben, sollen jedoch frühestens 2015 auf den Markt kommen.

Derzeit steht der nächste Schritt noch bevor - auf 45 Nanometer. Laut Gardini ist Intels Technologie für eine Produktion in diesem Bereich bereits ausgereift, so dass mit der Massenproduktion noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 begonnen werden kann.
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