Microsoft sperrt Konto von Nutzer nach Hack dauerhaft [Update]
Immer wieder verlieren Anwender den Zugriff auf ihre digitalen Nutzerkonten. Nun hat Microsoft den Account eines Kunden nach einem Hack komplett gelöscht. 25 Jahre an privaten Erinnerungen, Daten und Spielen sind unwiederbringlich verloren.
So hat Microsoft jetzt das komplette Konto eines langjährigen Nutzers dauerhaft gelöscht. Der Betroffene verlor dadurch sein gesamtes OneDrive-Archiv mit Bildern und persönlichen Dokumenten sowie eine umfangreiche Xbox-Spielebibliothek aus den vergangenen 25 Jahren. Der Konzern begründet das Vorgehen mit Sicherheitsvorkehrungen nach einem Hackerangriff.
Wie der betroffene Nutzer Joshua Khan auf X (via Windows Central) berichtet, wandte er sich nach der Kompromittierung seines Profils an den Support. Die IT-Abteilung kam jedoch zu dem Schluss, dass das Konto nicht mehr zu retten sei. Microsoft teilte mit, dass die Sperrung irreversibel sei. Wegen strenger Datenschutzvorgaben könnten selbst die eigenen Entwickler die Daten nicht wieder zugänglich machen. Daraufhin sei alles gelöscht worden.
Doch auch andere Anbieter neben Microsoft greifen in die Bibliotheken ihrer Kunden ein, wie der erwähnte Fall von Sony zeigt. Verbraucherschützer fordern daher neue gesetzliche Regelungen, um den Erhalt digitaler Medien zu sichern und Kunden besser vor Sperrungen durch große Technologiekonzerne zu schützen. Der aktuelle Fall verdeutlicht noch einmal die gravierenden Nachteile einer rein digitalen Infrastruktur, bei der Anwender keine physischen Datenträger mehr besitzen, sondern lediglich Nutzungslizenzen erwerben und mehr oder minder vom Wohlwollen des jeweiligen Anbieters abhängig sind.
Sichert ihr eure Cloud-Dateien noch einmal lokal ab oder vertraut ihr komplett auf die Online-Dienste? Habt ihr schon einmal ein Konto unwiederbringlich verloren? Teilt eure Erfahrungen zu diesem Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft löschte nach einem Hackerangriff das Konto eines Nutzers
- Der betroffene Nutzer verlor alle seine Fotos sowie seine Xbox-Spiele
- Laut Microsoft ist die Sperrung aus Datenschutzgründen nicht umkehrbar
- Der Fall zeigt erneut das hohe Risiko von rein digitalen Bibliotheken
- Experten raten dringend zu lokalen Backups auf externen Festplatten
Update 17. Juli 2026: Entgegen der ursprünglichen Darstellung des Geschädigten hat Microsoft die Daten nicht gelöscht, sondern nur den Zugang gesperrt. Nach dem öffentlichen Aufschrei hat das Unternehmen jetzt laut dem Nutzer Kontakt aufgenommen und den Zugang wiederhergestellt.
Verlust der digitalen Existenz
Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob Kunden ihre digitalen Käufe tatsächlich besitzen. Spielepublisher Ubisoft war schon in der Vergangenheit sehr direkt und stellte mehrfach klar, dass dem nicht so ist. Auch das jüngste Beispiel bei Sony, bei dem der Konzern seinen Kunden gekaufte Filme 'klaute', macht das deutlich. Immerhin konnte ein Xbox-Spieler nun einen Sieg vor Gericht erringen, nachdem Microsoft seinen Account gesperrt hatte. Dass nicht alle Kunden des Redmonder Unternehmens so viel Glück haben, zeigt nun ein weiterer aktueller Fall.So hat Microsoft jetzt das komplette Konto eines langjährigen Nutzers dauerhaft gelöscht. Der Betroffene verlor dadurch sein gesamtes OneDrive-Archiv mit Bildern und persönlichen Dokumenten sowie eine umfangreiche Xbox-Spielebibliothek aus den vergangenen 25 Jahren. Der Konzern begründet das Vorgehen mit Sicherheitsvorkehrungen nach einem Hackerangriff.
Datenschutz als Begründung
Der Verlust wiegt für den Anwender nach eigener Aussage schwer, da sich unter den gelöschten Dateien unwiederbringliche persönliche Erinnerungen wie die Babyfotos seines Sohnes befanden. Zudem löste sich seine Spielesammlung auf, in die der Kunde über Jahrzehnte hinweg Tausende Euro investiert hatte.Wie der betroffene Nutzer Joshua Khan auf X (via Windows Central) berichtet, wandte er sich nach der Kompromittierung seines Profils an den Support. Die IT-Abteilung kam jedoch zu dem Schluss, dass das Konto nicht mehr zu retten sei. Microsoft teilte mit, dass die Sperrung irreversibel sei. Wegen strenger Datenschutzvorgaben könnten selbst die eigenen Entwickler die Daten nicht wieder zugänglich machen. Daraufhin sei alles gelöscht worden.
Risiko der Cloud-Nutzung
Diese dauerhafte Kontosperrung bzw. -löschung ist bei Weitem kein Einzelfall. Um einem kompletten Datenverlust vorzubeugen, sollten Nutzer daher möglichst auf eine mehrgleisige Sicherungsstrategie setzen und sich nicht ausschließlich auf Online-Speicher verlassen. Lokale Backups auf externen Festplatten oder einem Netzwerkspeicher für den Heimgebrauch bilden eine wichtige physische Ausweichmöglichkeit.Doch auch andere Anbieter neben Microsoft greifen in die Bibliotheken ihrer Kunden ein, wie der erwähnte Fall von Sony zeigt. Verbraucherschützer fordern daher neue gesetzliche Regelungen, um den Erhalt digitaler Medien zu sichern und Kunden besser vor Sperrungen durch große Technologiekonzerne zu schützen. Der aktuelle Fall verdeutlicht noch einmal die gravierenden Nachteile einer rein digitalen Infrastruktur, bei der Anwender keine physischen Datenträger mehr besitzen, sondern lediglich Nutzungslizenzen erwerben und mehr oder minder vom Wohlwollen des jeweiligen Anbieters abhängig sind.
Sichert ihr eure Cloud-Dateien noch einmal lokal ab oder vertraut ihr komplett auf die Online-Dienste? Habt ihr schon einmal ein Konto unwiederbringlich verloren? Teilt eure Erfahrungen zu diesem Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft-Chef warnt: KI-Modelle stehlen heimlich Firmenwissen
- Microsoft warnt vor KI: Patches spätestens nach drei Tagen installieren!
- Support-Ende 2026: Diese Software-Produkte stellt Microsoft bald ein
- Microsoft warnt: KIs werden die Patch Tuesdays aufwendiger machen
- Schweizer Armee verbannt Microsoft für deutsche OpenDesk-Lösung
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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